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Wenn die Asche zum Problem wird

 Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

Ralf Theunissen, 1. Vorsitzender SSV Süng, Landschaftsarchitekt Rainer Kronenberg, Jens Klaes (Geschäftsführer SSV Süng) und Michael Biber, 1. Vorsitzender des Fördervereins "Sport im Sülztal", begutachten gemeinsam die schlechten Bodenverhältnisse des Sportgeländes (v.l.).

Ralf Theunissen, 1. Vorsitzender SSV Süng, Landschaftsarchitekt Rainer Kronenberg, Jens Klaes (Geschäftsführer SSV Süng) und Michael Biber, 1. Vorsitzender des Fördervereins „ im Sülztal“, begutachten gemeinsam die schlechten Bodenverhältnisse des Sportgeländes (v.l.).

Bericht von Björn Loos

Lindlar – Auf dem Sportplatz des SSV Süng ist der Spiel- und Trainingsbetrieb in den vergangenen Monaten komplett zum Erliegen gekommen – Kunstrasen soll Abhilfe schaffen.

Aus lauter Verzweiflung musste sogar der Parkplatz herhalten: Da der Ascheplatz des SSV Süng in Hartegasse monatelang nicht genutzt werden konnte, funktionierten die D-Junioren sowie die Mädchenmannschaft die Schotterfläche hinter der Turnhalle kurzerhand zum Trainingsort um. Improvisationskünsten sind also keine Grenzen gesetzt, ein Dauerzustand kann diese Vorgehensweise aber nicht sein. Immerhin darf auf dem Tennenplatz seit vergangener Woche wieder gespielt werden, was der sensiblen Oberfläche aber weiter zusetzt.

Erläuterte die Gründe für den weichen Untergrund: Rainer Kronenberg.

Erläuterte die Gründe für den weichen Untergrund: Rainer Kronenberg.

Gestern durften die Seniorenteams erstmals in diesem Jahr auf heimischem Terrain ran, nachdem die vergangenen Auftritte auf Kunstrasenplätze in die Nachbarschaft verlegt worden waren. Dass man die Spielstätte permanent für unbespielbar erklären musste, stieß beim Fußballkreis Berg auf Unverständnis, schließlich waren andere Ascheplätze zu diesem Zeitpunkt längst wieder freigegeben. Die Besonderheit liegt nach Einschätzung von Landschaftsarchitekt Rainer Kronenberg, der den Verein berät, im Standort begründet.

Aufgrund der Nähe zur Sülz ist der Grundwasserspiegel besonders hoch. Wasser kann zwar zum Teil über die Drainage abgeleitet werden, aber nicht versickern. Gleichzeitig sorgt der Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden dafür, dass die Tragschicht ständig durchnässt ist. Dadurch gerät das Gleichgewicht der einzelnen Schichten, welches die Stabilität der Oberfläche garantiert, aus den Fugen. Herrscht Feuchtigkeit vor, ist die Tenne weich, wodurch Löcher entstehen, die bis in die unteren Schichten reichen. Erst die Sonnenstrahlen der vergangenen Tage haben es möglich gemacht, dass die Asche abtrocknen konnte.

An diesem Zustand soll sich schleunigst etwas ändern, denn die Auswirkungen der langen Platzsperre und der unbefriedigenden Trainingssituation bekommt der Verein zu spüren. „Einige Eltern haben gesagt, dass ihre Kinder im Sommer den Verein wechseln werden“, berichtet SSV-Vorsitzender Ralf Theunissen. Pläne von einem Kunstrasen schlummern schon länger in den Schubladen. Das Problem: Der Platz, der Eigentum der Gemeinde ist, wurde erst 2005 aufwändig saniert – die dabei verwendeten Fördermittel waren mit der Auflage verbunden, dass der SSV Süng ihn als Pächter 20 Jahre lang betreibt.

18-4-2013sueng2_01.jpgAus diesem Grund war der Vorstand in der Vergangenheit mit seinen Anfragen im Rathaus bezüglich eines Umbaus gescheitert, mittlerweile hat die zuständige Bezirksregierung Köln jedoch signalisiert, auf eine anteilige Rückforderung der Zuschüsse zu verzichten, wenn ein Kunstrasen verlegt wird. Zudem wird man noch einmal mit der Gemeinde sprechen, ob es Möglichkeiten gibt, dem Klub unter die Arme zu greifen. Denn der Umbau wird nicht günstig: 350.000 € müssen aus eigener Kraft geschultert werden.

Das nimmt der SSV nun gemeinsam mit dem Förderverein „Sport im Sülztal“ in Angriff, wobei die aktuellen Verhältnisse nicht von jetzt auf gleich verändert werden können. „Als Planziel haben wir das Jahr 2015 ins Auge gefasst. Ob uns die Umsetzung dann tatsächlich gelingt, muss man abwarten“, erklärt Theunissen. So werden die Sünger also mindestens noch zwei Jahre mit der „Winter-Depression“ leben müssen – und von Hilfe der Klubs in der Umgebung abhängig sein. Dem VfL Berghausen, dem SV Frielingsdorf und Eintracht Hohkeppel, die ihre Plätze für Übungseinheiten und Spiele zur Verfügung gestellt haben, dankt der Vorsitzenden jetzt schon ausdrücklich. „Zum Glück haben wir diese tolle Unterstützung bekommen.“

Zum originalen Bericht von Oberberg-Aktuell

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