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VfR hofft auf eine Saison ohne Turbulenzen

26-7-2015wipperfuerth-vor1

Wipperfürth – Bezirksligist VfR Wipperfürth will sich aus dem Abstiegskampf heraushalten und die kommende Spielzeit mit einem gesicherten Mittelfeldplatz abschließen.

Zum dritten Mal in Folge verfehlte der VfR Wipperfürth die gesteckten Ziele und konnte den Graue-Maus-Status nicht abgelegen. Die Saison 2014/2015 war geprägt von enttäuschenden Leistungen und enormen Personalproblemen. Die logische Konsequenz: Die Hansestädter krebsten lange Zeit im Tabellenkeller herum und mussten zwischenzeitlich sogar um den Ligaverbleib bangen. Ein halbwegs versöhnlicher Schlussspurt und die Schwäche der anderen Teams spülten den VfR auf den neunten Platz – der Abstand zur Spitzengruppe betrug mehr als 20 Zähler. In Aktionismus verfällt der Klub deshalb nicht. Stattdessen sind die Erwartungen zurückgeschraubt worden. Trainer Norbert nimmt einen gesicherten Mittelfeldplatz ins Visier – und hofft, von Turbulenzen verschont zu bleiben.

Kommen und Gehen

„Mit den Zugängen sind wir sehr zufrieden. Die Jungs sind willig und fleißig“, ist die Integration der Neuankömmlinge laut Scheider gelungen. Alessandro Bernardo, der bereits zum Ende der abgelaufenen Serie reaktiviert wurde, muss sich wegen einer Knieverletzung noch gedulden. Fabian Elffering und Manuel Grolewski, die vom A-Ligisten SC Radevormwald kamen, sind in der Abwehr sowie im defensiven Mittelfeld einsetzbar und stellten in den bisherigen Testspielen ihre Flexibilität unter Beweis. Innenverteidiger Wael Majouj ist nach den Stationen Bergneustadt und Lindlar wieder in den Heimathafen eingelaufen. Einen starken Eindruck in der Zentrale hinter den Spitzen hinterließ Jean-Marc Bremicker. „Er hat gezeigt, dass er der Dreh- und Angelpunkt für uns werden kann“, lobt Scheider den Akteur. A-Junior Dennis Tebelius erhält eine Seniorenspielberechtigung und soll punktuell hereinschnuppern.

Trainer Norbert Scheider geht beim VfR Wipperfürth in seine 16. Saison.

Trainer Norbert Scheider geht beim VfR Wipperfürth in seine 16. Saison.

Zerschlagen hat sich die Verpflichtung von Torwart Marius Kanter, der den Verantwortlichen kurzerhand erklärte, dass der Fahraufwand für ihn zu groß sei. Somit bleibt Urgestein Hubert Kowalski die einzige Alternative zu Stammkeeper Tobias Kapellen. „Wir werden uns weiterhin nach einem jungen Torwart umsehen, den wir hinter Tobi aufbauen wollen“, sagt Scheider. Aufgrund der Abgänge von Franco Lemke, Benjamin Butter und Tim Schulte ist dem VfR Erfahrung und Qualität abhandengekommen. Samy Lakraa, Marc Grundke und Niklas spielten im Vorjahr keine Rolle. Da nicht alle Transferwünsche in Erfüllung gingen, sind in der Winterpause neuerliche Aktivitäten auf dem Spielermarkt geplant.

Mannschaft, Spielsystem, Taktik                  

Eine Idealformation hat sich noch nicht herauskristallisiert, was auch damit zusammenhängt, dass das Verletzungspech erneut in geballter Form zugeschlagen hat. Es gibt fast ein halbes Dutzend Sorgenkinder, die zum Saisonstart ausfallen werden. Besonders im Defensivbereich könnte es eng werden, zumal derzeit kein gelernter Linksfuß für die Linksverteidigung zur Verfügung steht. Scheider ist auf gewissen Positionen zur Improvisation gezwungen. Grundsätzlich wird er das Team in einem 4-4-2 – mit einem Sechser oder einer „flachen Vier“ – auflaufen lassen. „Wir wollen keinen Angsthasenfußball spielen“, erklärt er. Sollte es die Offensivstärke des Gegners erfordern, könnte auch ein 4-3-2-1 zur Anwendung kommen.

Die Vorbereitungsphase wird dazu genutzt, an der Defensivarbeit zu feilen. „Wir müssen im gesamten Verbund besser verteidigen“, konstatiert Scheider. 68 Gegentreffer waren eine Menge Holz. Noch dazu wurde die Punkteausbeute durch die schlechte Chancenverwertung geschmälert. Hier soll Dennis Grolewski Abhilfe schaffen, der seinen angestammten Posten im Angriff bekleiden wird. Scheider: „Ganz vorne ist er für uns am wertvollsten. Dennis ist ein echter Knipser.“ Noch dazu steht die Behebung weiterer Problemstellen auf dem Programm: Zum einen will der VfR zu alter Stärke bei ruhenden Bällen zurückfinden, zum anderen wird intensiv an der nötigen Kondition gearbeitet. „Wir waren in der letzten Saison aus unterschiedlichen Gründen nicht so fit, wie es für die Bezirksliga notwendig ist“, meint Scheider.

Saisonziel, Einschätzungen zur Liga                 

Die Wipperfürther haben sich – zumindest temporär – von Ambitionen nach oben verabschiedet, was nach drei Spielzeiten im Niemandsland wenig verwundert. „Unser Ziel ist eine ruhige Saison im gesicherten Mittelfeld. Wir möchten mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, verkündet Scheider. Im Vordergrund stehe die Weiterentwicklung der jungen Kicker. „Spieler wie Jonas Schacherer oder Julian und Kevin Dewald mussten wir im vergangenen Jahr ins kalte Wasser werfen. Sie sollen sich jetzt in Ruhe etablieren.“ Seiner Ansicht nach ist die Liga stärker geworden. „Es gibt jedenfalls kein Kanonenfutter mehr.“

Der Coach (Mitte) mit den Neuzugängen Jonas Hinrichs, Jean-Marc Bremicker, Manuel Grolewski und Wael Majouj (v.l.).

Der Coach (Mitte) mit den Neuzugängen Jonas Hinrichs, Jean-Marc Bremicker, Manuel Grolewski und Wael Majouj (v.l.).

Wegen des Rückzugs von Siegburg II, des Zwangsabstiegs des SC West Köln und der fehlenden Konkurrenzfähigkeit des BV 09 Drabenderhöhe waren 27 Punkte genug, um die Klasse zu halten. „Das dürfte diesmal nicht reichen“, weiß Scheider, dass mehr als die sieben Siege aus dem Vorjahr hermüssen. Im Rennen um den Aufstieg sieht er Schlebusch, den FC Leverkusen und DSK Köln vorne. „Die Spitzengruppe wird aus fünf, sechs Mannschaften bestehen. Wenn wir uns dahinter einsortieren können, hätten wir einen guten Job gemacht“, wäre Scheider mit einer Platzierung zwischen Rang sieben und neun absolut einverstanden.

Zugänge

Wael Majouj (TuS Lindlar), Fabian Elffering (SC Radevormwald), Manuel Grolewski (SC Radevormwald), Jean-Marc Bremicker (SV Frömmersbach), Jonas Hinrichs (zuletzt A-Jugend TuS Lindlar), Alessandro Bernardo (reaktiviert)

Abgänge

Franco Lemke (Laufbahn beendet), Benjamin Butter (DJK Wipperfeld), Tim Schulte (SSV Süng), David Fronske (SV Thier), Samy Lakraa (SSV Bergisch Born), Marc Grundke (Ziel unbekannt), Niklas Liehn (Ziel unbekannt)

Der Kader

Tor

Tobias Kapellen, Hubert Kowalski

Abwehr

Michael Brandt, Julian Schmitz, Wael Majouj, Alessandro Bernardo, Roman Grümer, Matthias Rodtmann, Adrian Grümer, Fabian Elffering

Mittelfeld

Tim Kappe, Jan Schmitz, Daniel Buchmüller, Norman Lemke, Nils Ostermann, Jonas Hinrichs, Jean-Marc Bremicker, Manuel Grolewski, Kevin Dewald

Angriff

Dennis Grolewski, Jonas Schacherer, Julian Dewald, Christopher Dreiner, Dennis Tebelius

Trainer

Norbert Scheider

Torwarttrainer

Günter Schmitz

Sportlicher Leiter

Theo Boxberg

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Björn Loos
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