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Unnötige VfL-Niederlage bei LANXESS arena-Rückkehr

Bei Raul Santos wechselte sich Licht mit viel Schatten ab.

Bei Raul Santos wechselte sich Licht mit viel Schatten ab.

Gummersbach – In einem niveauarmen Derby verliert der VfL mit 28:26 beim BHC

Bergischer HC – VfL Gummersbach 28:26 (14:11).

Einen deutlichen Rückschlag kassierte der VfL Gummersbach am Sonntagnachmittag in der Kölner LANXESS arena. An alter Wirkungsstätte unterlagen die Blau-Weißen dem bergischen Konkurrenten aus Solingen und Wuppertal mit 26:28 und konnten somit den tollen Sieg gegen Magdeburg vom vergangenen Wochenende nicht veredeln. Mit 9:9 Punkten rutscht Gummersbach auf Tabellenplatz acht ab, während der BHC sich am VfL vorbei auf Rang sieben schiebt.

Carsten Lichtlein hielt solide, konnte aber gerade in der zweiten Hälfte nur noch wenig Akzente setzen

Carsten Lichtlein hielt solide, konnte aber gerade in der zweiten Hälfte nur noch wenig Akzente setzen

Der Nachmittag in der gut besuchten Arena, mit 7.060 Zuschauern war der Unterrang fast ausverkauft, begann für den VfL dabei noch ganz gut. Raul Santos legte mit einem Doppelschlag zum 0:2 (2. Minute) vor. Doch schnell zeigte sich, dass beide Teams an diesem Tag nicht ihren besten würden spielen können. Zwei Fehlwürfe durch von Gruchalla und Schröder brachten die Gastgeber wieder heran und mit einem Siebenmetertreffer durch Arnor Gunnarsson ging der BHC erstmals in Führung (4:3, 8.). In der Folge entwickelte sich ein recht munterer Schlagabtausch, über 5:6 (12.) und 8:7 (17.) wechselte die Führung regelmäßig. Beim 8:10, kurze Zeit später, sah sich BHC-Coach Sebastian Hinze zur ersten Auszeit gezwungen.

Und diese Auszeit erzielte einen Wirkungstreffer bei Gummersbach. Beim 9:11 (22.) gelang Julius Kühn der zunächst einmal letzte VfL-Treffer. Die VfL-Spieler agierten in dieser Phase ungewöhnlich fahrig und schwach. Mit einem Doppelschlag gelang Alexander Oelze in Unterzahl der Ausgleich, Viktor Szilagyi anschließend die erneute Führung zum 12:11. Noch einmal der bewegliche Oelze und Linkshänder Kristian Nippes nutzten bis zur Pause einen Siebenmeterfehlwurf von Santos und ein ganz schwaches „Würfchen“ von Gunnar Jonsson in die Hände von BHC-Keeper Huhnstock zum 14:11-Pausenstand.

Emir Kurtagic und Christoph Schindler im Austausch.

Emir Kurtagic und Christoph Schindler im Austausch.

In den zweiten Durchgang startete der VfL auf einer Position verändert: Magnus Persson kam für Mark Bult auf die rechte Angriffsseite. Und der junge Schwede konnte nach einer schnellen Lichtlein-Parade direkt seine Wurfstärke zeigen und auf 14:12 verkürzen. Da aber bei den Bergischen jetzt die Szilagyi-Festspiele begannen, hielten die Löwen noch bis zum 16:15 (38.) die Führung. Christoph Schindler, der zwar spielerisch nur wenig bewegen konnte, war es jetzt mit drei für ihn typischen Unterarmwürfen vorbehalten, für den Ausgleich zu sorgen. Beim 17:17 (42.) hatte Sebastian Hinze erneut genug gesehen und stellte seine Deckung neu ein.

Es entwickelte sich in der Folge ein zwar sehr umkämpftes, aber niveauarmes Spiel. Beide Angriffsreihen verstrickten sich permanent in Einzelaktionen, in der Regel mit der Folge, dass ewig lange Wischpausen anstanden. Spieltaktisch boten beide Teams wenig, wobei besonders der VfL-Angriff negativ auffiel und sich so gut wie gar nichts gegen die offensive Löwen-Deckung einfallen ließ. So waren es einzelne Kraftaktionen von Szilagyi, Persson oder Schröder, die bis zum 20:20 (48.) einen knappen Spielstand zuließen. Mit drei Toren in Folge, unterbrochen nur von einer wirkungslosen VfL-Auszeit, stellte der BHC anschließend die Weichen auf Sieg (23:20, 50.).

Arnor Gunnarsson drehte jetzt mächtig auf und war sowohl von der Strafwurflinie als auch im Gegenstoß nicht mehr zu stoppen. Nachdem Florian von Gruchalla einen Siebenmeter verworfen hatte, war es der isländische Rechtsaußen der Solinger, der zum 25:21 (53.) einnetzte. Jetzt kam auch das erste Mal echte „Arena-Stimmung“ auf, die Halle stand größtenteils Kopf.

Es spricht aber sicherlich auch wenig für das Niveau des BHC, dass Gummersbach noch einmal in die Partie zurückkam. Von Gruchalla, sowie in einer anschließenden 5:5-Situation (Zeitstrafen gegen von Gruchalla und Artmann nach einer kleinen Rangelei) der praktisch abgetauchte Santos und Mark Bult brachten den VfL noch einmal auf 25:24 (56.) heran. Bis zum 27:26, erneut durch Bult, lebte die VfL-Hoffnung noch, dann machte Milos Dragas für den BHC alles klar und die letzten 40 Sekunden verliefen ohne eine Wurfchance für den VfL.

Alexander Becker rackerte am Kreis und kam auf zwei Tore

Alexander Becker rackerte am Kreis und kam auf zwei Tore

Die Partie beim Bergischen HC war für den VfL spielerisch und ergebnistechnisch ein deutlicher Rückschritt. Gegen einen keinesfalls überragenden Gegner gelang es der Mannschaft von Emir Kurtagic nicht, dauerhaft ein Spielkonzept zu zeigen. Alle Angriffsspieler verstrickten sich permanent in Einzelaktionen, ohne allerdings dabei ausreichend durchschlagskräftig zu sein. Allerdings muss man solche schwächeren Spiele gerade auch den jüngeren Spielern in Reihen der Blau-Weißen zugestehen. Mit 9:9 Punkten ist der Saisonstart immer noch gelungen, auch wenn sicherlich die knappen Niederlagen in Erlangen und heute schmerzen. Für den VfL heißt es jetzt,  in Ruhe weiterzuarbeiten; erst in zehn Tagen steht die nächste Partie an. In der zweiten Pokalrunde kommt Aufsteiger Bietigheim in die SCHWALBE-Arena.

Stimmen zum Spiel:

Emir Kurtagic: „Glückwunsch an den BHC. Das, was wir heute gezeigt haben, war nicht ausreichend, um zu gewinnen. Ich suche jetzt nicht groß nach Fehlern. Wir haben kurz vor der Halbzeit das Spiel in Überzahlsituationen aus der Hand gegeben. Die Pausenführung entsprach nicht der ersten Halbzeit. Dann haben wir es nicht geschafft, das Momentum auf unsere Seite zu bekommen. Wir haben heute zwei Punkte liegen lassen. Das heißt nicht, dass der BHC den Sieg nicht verdient hätte.“

Sebastian Hinze: „Die zwei Punkte sind für uns sehr wichtig. Die Situation war nicht einfach für die Jungs. Wir haben unsere Disziplin auch behalten, als es nicht lief. In der zweiten Halbzeit geraten wir sehr früh in Stress im Angriff und hatten keinen Rhythmus, um die Gummersbacher Abwehr auseinanderzuziehen. Dann haben wir in der Abwehr noch mehr investiert und wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen. Es war jetzt das dritte Mal in Folge, dass wir gewonnen haben und der Gegner mit seiner eigenen Leistung unzufrieden ist. Das spricht für unsere Abwehr.“

VfL Gummersbach: Carsten Lichtlein (1. – 47. und 52. – 60., 13 Paraden), Matthias Puhle (48. – 51., o Paraden); Raul Santos (6/2), Christoph Schindler (5), Florian von Gruchalla (4), Mark Bult und Magnus Persson (je 3), Alexander Becker und Andreas Schröder (je 2) und Julius Kühn (1).

Bergischer HC: Mario Hunstock (1. – 40., 9 Paraden), Björgvin Gustavsson (41. – 60., 6 Paraden, davon 2 Siebenmeter); Viktor Szilagyi (7), Arnor Gunnarsson (7/3), Alexander Oelze (3), Milos Dragas, Fabian Gutbrod, Kristian Nippes und Maximilian Hermann (je 2), Jan Artmann, Benjamin Meschke und Moritz Preuss (je 1).

Zuschauer: 7.060

Schiedsrichter: Fleisch / Rieber

Siebenmeter: 3/3 – 4/2

Zeitstrafen: 4 – 4 (Preuss, Nippes, J. Artmann, Dragas – Larsson (2), von Gruchalla, Becker).

Beste Spieler: Szilagyi und Gunnarsson beim BHC – Fehlanzeige beim VfL.

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Ole Remmers

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