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Trostloses Schaufensterbummeln in Lindlar

Gemeinschaftlich präsentieren die Einzelhändler ihre Botschaft "Soll so Lindlar aussehen?"

Gemeinschaftlich präsentieren die Einzelhändler ihre Botschaft „Soll so Lindlar aussehen?“

Lindlar– Die Einzelhändler im Ortskern organisierten sich zu einer gemeinschaftlichen Demonstration und wiesen auf die Folgen der Online-Einkaufsmöglichkeiten hin.

Wer an diesem Wochenende in Lindlar einen Schaufensterbummel machen möchte, um sich von dem reichhaltigen Angebot der Einzelhändler zu überzeugen, wird jäh enttäuscht werden. Denn in einer gemeinschaftlichen Aktion demonstrieren die Geschäftsleute seit heute Morgen geschlossen gegen die drohenden Folgen des Internet-Einkaufes.

Auch Tilo Fünger betonte die Vorteile der Geschäfte vor Ort, fachliche Kompetenz sowie schnelle, direkte und unkomplizierte Hilfe

Auch Tilo Fünger betonte die Vorteile der Geschäfte vor Ort, fachliche Kompetenz sowie schnelle, direkte und unkomplizierte Hilfe

„Es scheint so, als zähle die fachliche Beratung nichts mehr“, erklärte der Inhaber der Adler Apotheke, Marc Pengel, während der Ortsbegehung. Vor allem seien die jüngeren Kunden eher dazu bereit, ihre Waren im Netz zu kaufen, so Pengel. Natürlich treffe das nicht für alle Bürger der Gemeinde zu, dennoch sei ein deutlicher Trend in den letzten Jahren zu bemerken, soweit waren sich alle Geschäftsführer einig. Deswegen wurde bei einem ihrer unregelmäßigen Stammtisch-Treffen kurzerhand die Aktion beschlossen und an diesem Wochenende umgesetzt. Alle Geschäfte des Ortskernes verhängten ihre Schaufenster und wollen so, mit dem Motto ‚Soll so Lindlar aussehen‘ den Online-Käufern aufzeigen, welche Folgen ihr unbedachtes Handeln langfristig für die Attraktivität des Ortes haben kann.

„Wir gehören zu den Ersten, die gefragt werden, wenn es um Unterstützung sozialer Projekte oder sportliche Ereignisse geht“, bemerkte Dr. Susanne Freese, Inhaberin des Kinderbuchladens „Tim und Jan“, aber das gehe natürlich nur, wenn auch die Geschäfte umgekehrt für Einkäufe berücksichtigt werden.

„Dabei ist an vielen Stellen der vermeintliche finanzielle Vorteil des Internets überhaupt nicht mehr vorhanden“, bemerkte Fünger vom gleichnamigen Fotostudio und Margit Besgen (MB Dessous und mehr) verwies auf die Vorteile der Geschäfte vor Ort. Neben der fachlichen Kompetenz und schneller Reaktion seien die Geschäfte auch soziale Treffpunkte für die Bürger. „Ganz nebenbei schaffen wir auch Arbeitsplätze“, ergänzte Daniela Arndt (Seasons und Seasons fashion).

Mit dieser Aktion wollen die Geschäftsleute niemanden anklagen, jedoch aufzeigen, dass es im Einzelhandel nicht nur um Profit und Preise geht, sondern auch um Möglichkeiten, den Heimatort für Besucher attraktiv zu gestalten, dem Bürger Abwechslung zu bieten und die Gemeinde bei Veranstaltungen jeglicher Art zu unterstützen. „Es wäre schön, wenn das die Internet-Käufer zukünftig bedenken würden“, so die Einzelhändler.

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

Hier geht´s zum originalen Artikel (externe Seite)

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2 Kommentare
  1. Eine SEHR sinnvolle und gute Aktion die Schule machen sollte! Es müssen einfach mehr Leute ihr Einkaufsverhalten realistisch überdenken und zumindest ein gesundes Mittelmaß zwischen Online- und „echten“ Einkäufen finden. Und zum Preis-Argument der Cent-Fuchser: Nur mal angenommen, alle Einzelhandelsgeschäfte (und sogar Kaufhäuser) wären irgendwann geschlossen, was sollte dann die großen Web-Shops davon abhalten ihre Preise anzuheben?

  2. Eine wichtige Aktion, um das Bewusstsein zu schärfen…

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