und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

Liebevoll kostümierte kleine- und auch größere Karnevalsjecken besiedelten den Ortskern Engelskirchens. Sie feierten, bei bester Laune, ihr Kinderprinzenpaar.

– Zahlreiche kamellehungrige kleine und junggebliebene Narren pilgerten zum diesjährigen Kinderzug der KG Närrischen Oberberger – Wetter trotzte den Vorhersagen und ließ die Sonne erstrahlen.

“Mann, was haben wir für ein Glück mit dem Wetter…” hörte man heute überall an der B55 in Engelskirchen. Und die Narren hatten Recht, denn die Vorhersagen ließen Schlimmes befürchten. Jedoch zeigte sich das Wetter von bester Seite und somit strahlten die Augen der jüngsten Narren der Zunft besonders hell im Anblick der Leckereien, die in großen Mengen von bunt gekleideten Fußgruppen des Zugs verteilt wurden.

Das Kinderschmölzchen fieberte unmittelbar vor dem Zug dem Höhepunkt seiner Session entgegen.

Bunt kostümierte Jecken bevölkerten den Weg des Zuges und tanzten zu den Rhythmen der Karnevalsmusik. Der Prinzenwagen, mit Prinz Jannick I. und seiner Prinzessin Teresa sowie deren Gefolge bildete den Abschluss des Kinderzuges, welcher traditionell auf der Hardt begann und nach einer Kehrtwende auf der Bergischen Straße am Bahnhofsplatz endete.

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Hier ein paar Impressionen aus dem Phantom der Oper, welche ich im Theater der Stadt schießen durfte..

Auf den Bildern zu sehen: Deborah Sasson und Jochen Sauter

 

 

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Zahlreiche Gemeindemitglieder beteiligten sich an dem Umzug in Gedenken an 150 Jahre evangelische Kirche in .

 

Pfarrer Johannes Vogelbusch alias Pfarrvikar Josephson genoss die Kutschfahrt durch seine Gemeinde.


Engelskirchen – Eine Zeitreise zurück ins Jahr 1862 erlebten die Besucher des Festumzuges anlässlich der 150-Jahr-Feier der evangelischen Kirche.

Pfarrvikar Josephson wurde vor 150 Jahren mit der Pferdekutsche, gefolgt von seinen Gemeindemitgliedern, zum Gottesdienst der neuen evangelischen Kirchengemeinde in Engelskirchen gefahren. Diesen historischen Zug durchs Dorf wollte der aktuelle Pfarrer Johannes Vogelbusch, mit Unterstützung durch den ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Oberbüscher, nachstellen.

Hierzu riefen Sie die Gemeinde auf sich möglichst im entsprechenden Outfit am Umzug zu beteiligen. Im Rahmen des “Jubiläumsmarathons” zog somit die evangelische Gemeinde, musikalisch begleitet vom Blechquintett „Bergisch Brass“, durch Engelskirchen bis zum Rathaus. Hier hielt man im Anschluss den Festgottesdienst ab, weil dieser bereits im Jahre 1862 im damaligen Speisesaal der der Fabrik Ermen & Engels gefeiert wurde. Im erweiterten Sinn eine Rückkehr zu den Wurzeln der evangelischen Gemeinde Engelskirchen. Die Festpredigt wurde von Superintendent Jürgen Knabe, der Gottesdienst von Pfarrer Vogelbusch gehalten. Erstmals wird die Kirchengemeinde mit einer Fußgruppe am Rosenmontagszug teilnehmen, um auch hier an das historische Ereignis zu erinnern.

 

 

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Das Schmölzchen bei einer der wenigen "passiven" Aufgaben im . Sie beobachten aus einer Loge heraus das Treiben auf der Bühne und haben auch dabei richtig Spaß.

– Was ist eigentlich dran an dem Traum, der Karnevalsprinz zu sein? Ich bin dieser Frage , als ein ausgewiesener Nicht-Karnevalist, für Oberberg-Aktuell nachgegangen…

“Einmol Prinz ze sinn”. So heißt es in einem bekannten Kölner Karnevalssong und für die meisten echten Jecken ist das sicher ein angestrebtes Ziel und wäre die Erfüllung eines Lebenstraumes. Für mich, als nicht affiner Karnevalist, eher ein unverständlicher Wunsch. In dieser Session wollte ich dem Mysterium auf den Grund gehen und fand im aktuellen Schmölzchen der KG Närrischen Oberberger, mit Prinz Michael I. und seiner Prinzessin und Ehefrau Carmen wie auch deren Gefolge, eine Gruppe mit Leib und Seele der fünften Jahreszeit verschriebenen Jecken.  Sie gewährten mir einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen des Karnevals-Alltags.

Die Planungen zu einer Session beginnen zum Teil schon Jahre vor der eigentlichen aktiven Zeit, und immer wieder kreisen die Gedanken um dieses oder jenes Detail, welches noch auf die endlos scheinende To do-Liste gesetzt werden muss, um ja nichts zu vergessen. Das Gefolge wird zusammengestellt, ein Motto muss her, wie sieht der Orden aus, zahllose Gespräche müssen mit den Verantwortlichen der KG, den Sponsoren, Helfern, Verwandten, Freunden und Lebenspartner geführt, die Kostüme entworfen und geschneidert, Fotos erstellt, das Prinzenheft vorbereitet, die Sessionslieder getextet und komponiert, die Tänze choreografiert und nicht zuletzt alles von jedem Mitglied des Schmölzchens einstudiert und verinnerlicht werden. Entscheidungen werden getroffen, Beschlüsse gefasst und Termine abgesprochen.

Dem Prinzenpaar Michael I. und Carmen aus dem Hause Peffeköver sowie dem gesamten Team gilt mein Dank für die Möglichkeit, den Karneval einmal aus einer anderes Sicht erleben zu dürfen.

Und dann, endlich, am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt die Session. Wer denkt, die stressige Zeit hat nun ein Ende, der irrt, denn jetzt beginnt ein Marathon von Auftritten in Sälen, Festzelten, Schulen, Kindergärten und Altenheimen, bei Geburtstagen, in Kneipen und Diskotheken. Jeder will die Regenten präsentieren, sehen und mit ihnen feiern.  Nach der offiziellen Machtübernahme, während der Prinzenproklamation Anfang Januar, nimmt der Wahnsinn endgültig seinen Lauf und gipfelt in weit über 120 Auftritten innerhalb und außerhalb der Region, alles bis zum Aschermittwoch, denn dann ist bekanntlich wieder alles schlagartig vorbei.

Für mich wäre dies eine Tortur und keineswegs eine freudige Zeit, aber den Mitgliedern des Schmölzchens sieht man das nie an. Natürlich sind auch sie von den Strapazen gezeichnet, früh morgens beim Hoffrisör noch müde, erzählen vom anstrengenden Vortag, aber immer mit zumindest einem strahlenden Auge wie schön es doch gestern war und was man alles erlebt hat. Doch der Terminkalender kennt kein Erbarmen. Der Prinzenführer, Thomas Bürgerhausen, schaut auf die Uhr. Schnell noch den Kaffee ausgetrunken, einmal ins Brötchen beißen, Jacke an, Schuhe gebunden, Frisur kontrolliert, Fliege und Orden sortiert und rein ins Auto – los geht´s.

Zum Glück sind die Fahrer immer rechtzeitig und mit vollgetanktem Wagen vor der Tür; sie wissen genau wohin es geht. Vor Ort angekommen, sammelt sich die Gruppe vor dem Eingang, Wurfmaterial wird verteilt und die Kleidung gerichtet, können wir noch eine rauchen oder eher nicht? Der Prinzenführer steckt noch zwei- drei Orden ein, jemand anderes zwängt sich in den vollbesetzten Saal, um die Sessionsmusik beim DJ abzugeben.

Lagebesprechung: Vor dem ersten Auftritt erklärt Thomas Bürgerhausen, wohin es geht und worum es bei den Auftritten geht, damit jeder gut eingestimmt die Auftritts-Tournee angehen kann.

Kurz darauf ertönt der Klatschmarsch und, angeführt vom Zeremonienmeister Kevin Helfer, marschiert das Gefolge in den Saal und lässt sich feiern. Alle strahlen, nicht aufgesetzt, sondern ehrliche Freude macht sich breit. Die Menge tobt, singt und klatscht, nimmt gerne die verteilten Strüßjer entgegen. Keiner der Gruppe kommt so recht voran, denn die feiernden Menschenmassen möchten “ihr” Prinzenpaar bütze und umarmen, sie begrüßen und Smalltalk halten. Man kennt und man freut sich über das Erscheinen der Hoheiten.

Nach endlos erscheinender Zeit auf der Bühne angekommen, stellt der Prinzenführer das Schmölzchen vor, der Prinz hält eine kurze Ansprache, die Tänze werden vorgetragen und Orden verteilt. Alles läuft routiniert ab, so wie es in den Übungseinheiten einstudiert wurde. Dennoch ist jeder Auftritt irgendwie besonders, hat etwas, worüber man später erstaunt ist oder lacht, mit Sicherheit wird er in Erinnerung bleiben. Viel Zeit für einen längeren Aufenthalt haben sie leider nicht, denn schon wieder ruft der nächste Auftritt, in einer anderen Umgebung, in einem anderen Dorf. Also schnell verabschieden, zurück zum bereitstehenden Auto, hinsetzen, durchatmen, los zum nächsten Termin. Hier beginnt das Ganze von vorne.

Für den Außenstehenden sieht das nach extremem Stress aus, ist es sicher auch, aber die gesamte Truppe nimmt das nicht so wahr. In den Autos wird kölsche Musik gespielt und gefeiert. Die Stimmung ist ausgelassen, jeder fiebert dem nächsten Auftritt entgegen. Müde? Ja, müde sind sie, manchmal auch gestresst, hier und da ein Wehwehchen, und die Grippe will auch nicht so recht verschwinden, aber was ist das alles im Vergleich zu den tollen Erlebnissen und Gefühlen vor und auf der Bühne. Hierfür haben sie trainiert und das ist es, was sie wollten und was sie mit jeder Faser ihres Körpers genießen.

Es ist schon eine besondere Art, die Session zu feiern und nicht jeder kommt in den Genuss, solche Situationen zu erleben, fernab vom “normalen” Karneval, aber die, die jemals dabei waren, bestätigen, das die gesamte Gruppe zusammenwächst, jeder hilft jedem und dieser Zusammenhalt geht weit über den Aschermittwoch hinaus. Man trifft sich außerhalb des Karnevals, beim Wandertag, zum Grillen und auf Geburtstagen und immer wieder spricht man voller Begeisterung und auch ein bisschen Wehmut über die tolle Zeit. Genau so, wie das jeder von uns kennt, es fängt an mit den Worten “Weißt du noch…”

Auch wenn sich mir die Freude am Karneval nicht bis zur letzten Konsequenz erschließt, so bin ich sehr beeindruckt von der Akribie und Leidenschaft, mit der die Jecken ihre Vorbereitungen treffen und dafür sogar auf Freizeit verzichten, nicht wenig Geld investieren und Urlaub nehmen, um IHRE fünfte Jahreszeit feiern zu können. Sie feiern, als gäbe es kein Morgen und genießen die gemeinsame Zeit. Das ist wirklich beneidenswert!

Ausnahmslos jeder der Beteiligten, sei es das Prinzenpaar, die Mariechen, Adjutanten, Prinzenführer, Zeremonienmeister, aber auch die vielen Helfer im Hintergrund wie die Fahrer, der Frisör, der Komponist der Sessionsmusik und nicht zuletzt die Lebenspartner all derer, antworteten auf meine Frage: “Warum tut ihr euch das an?” mit den simplen Worten “Weil es einfach nur Spaß macht…”. Für den einen ist es eine Berufung, für den anderen eine Ehre dabei zu sein, für den Nächsten ein Lebenstraum, aber am Ende sind sich alle einig: “Es ist eine rundum tolle und lohnende Zeit, die trotz all der Entbehrungen zu den schönsten Eindrücken meines Lebens gehören, schade das sie schon bald vorbei ist.“ Die leuchtenden Augen, in die ich blicke, sagen mir, dass ihre Begeisterung echt ist und ich glaube, dass man sie auch spüren kann, während sie durch die Menge schreiten.

Langsam schleicht sich bei mir die Erkenntnis ein, dass etwas dran sein muss. Am Virus “Karneval”…

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Ausgelassene Stimmung und flotte Tänze auf der Bühne in der Kreiskantine.

– Großer Narrenauflauf im Kreishaus – Der Landrat hatte zum Tollitätenempfang geladen und alle folgten, trotz der schlechten Wetterlage, seinem Ruf.

Hagen Jobi freute sich, dass die närrischen Hoheiten trotz der glatten Straßen den Weg ins Kreishaus gefunden hatten.

 

Die Kreiskantine in Gummersbach glich einem bunten Meer von jecken Hoheiten aus dem ganzen Kreisgebiet. Von Hückeswagen bis Morsbach, von der Belmicke bis , alle Regenten ihrer Region folgten dem Aufruf des Landrates Hagen Jobi und trafen sich zum großen Tollitätenempfang. Wegen der kritischen Situation auf Oberbergs Straßen verspäteten sich zwar einige, jedoch keiner der Regenten wollte sich diesen, mittlerweile traditionellen, Termin nicht entgehen lassen.

 

Jobi freute sich über das zahlreiche Erscheinen, tanzte und feierte mit jeder Abordnung ihre Sessionstänze auf der Bühne und verteilte fleißig Orden. „Hieran sieht man, dass auch außerhalb Kölns der einen hohen Stellenwert hat. Darauf kann Oberberg stolz sein“, so Jobi. Die ausgelassene Feier, musikalisch begleitet durch DJ Roland Reh, wurde mit Unterstützung der Erzquell Brauerei Bielstein zum Schunkelfest der Narren. Ein Geburtstags-ständchen aller Anwesenden erhielt Prinzessin Sandra aus Bielstein, die zudem, wie es sich für eine echte Karnevalsprinzessin gehört, an einem Rosenmontag das Licht der Welt erblickte. „Wenn das nicht schon damals eine Grundlage für eine karnevalistische Karriere war“ betont Jobi.

 

 

Die Tollitäten präsentieren sich vor dem Kreishaus zu einem gemeinsamen Gruppenfoto.

 

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