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SSV triumphiert dank Rößlers Geburtstagsbonbon

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

Stefan Rößler bei seinem Jubellauf nach dem 0:1, Sebastian Schwarz stellt sich ihm in den Weg, während Robert Arnds und Julian Balthes vergeblich versuchen, den Schützen aufzuhalten.

Stefan Rößler bei seinem Jubellauf nach dem 0:1, Sebastian Schwarz stellt sich ihm in den Weg, während Robert Arnds und Julian Balthes vergeblich versuchen, den Schützen aufzuhalten.

Bericht von Björn Loos
Nümbrecht– Im Nümbrechter Gemeindeduell vor rund 1.200 Zuschauern auf dem Grötzenberg war Stefan Rößler mit seinem späten Traumtor der umjubelte Mann.

TuS Homburg-Bröltal – SSV Homburg-Nümbrecht 0:2 (0:0), vom 14. Spieltag.

Bastian Sellau besaß die beste Chance der ersten Halbzeit - beobachtet von Trainer Thorsten Nehrbauer und Teamchef Dieter Jacobs.

Bastian Sellau besaß die beste Chance der ersten Halbzeit – beobachtet von Trainer Thorsten Nehrbauer und Teamchef Dieter Jacobs.

Das letzte Homburger Gemeindeduell vor fast 13 Jahren endete mit einem 1:0-Erfolg des SSV, und auch diesmal behielt Nümbrecht die Oberhand. Ein großer Teil der insgesamt 1.200 Zuschauer auf dem Grötzenberg befand sich nach dem Schlusspfiff in österlicher Verzückung – Triumph für Blau-Gelb. Danach hatte es bis zur 85. Minute nicht ausgesehen, doch dann schlugen die Gäste einen langen Ball Richtung THB-Strafraum. Außenverteidiger Fahri Ceylan war kurzzeitig desorientiert, was Stefan Rößler dazu nutzte, die Kugel per Volleyabnahme über den verdutzten Bröltaler Keeper Pascal Rüsche hinweg in die Maschen zu hauen.

Der Jubel kannte keine Grenzen und Rößlers Freudenlauf endete erst viele Meter weiter vor dem harten Kern der mitgereisten Anhänger. „Wir hatten vorher ausgemacht, dass wir in unsere Ecke laufen, wenn wir ein Tor machen sollten. Es freut mich für die Fans, weil sie uns toll unterstützt haben“, erklärte der Torschütze, der sich zu seinem heutigen 29. Geburtstag selbst das schönste Geschenk machte. Die SSV-Schlachtenbummler hatten kurz vor dem Anpfiff für den größten Knalleffekt gesorgt, indem sie eine blau-gelbe Girlandenkanonade abfeuerten. Nach kurzen Aufräumarbeiten konnte die Begegnung starten.

Stefan Rößler (Nummer neun) zieht ab und bringt Nümbrecht in Führung.

Stefan Rößler (Nummer neun) zieht ab und bringt Nümbrecht in Führung.

Es war abgesehen von dem einen oder anderen verbalen Scharmützel der einzige „Zwischenfall“ dieser Art, die im Vorfeld geäußerten Befürchtungen, dass vereinzelte Zuschauer über die Stränge schlagen, bestätigten sich nicht, was auch damit zusammenhing, dass beide Klubs Ordner gestellt hatten und die Polizei vor Ort Präsenz zeigte. Dank des sonnigen Wetters durfte Bröltal sich über einen neuen Rekordbesuch freuen, der sogar die Zahlen früherer FVM-Pokalduelle gegen Fortuna Köln oder Bayer Leverkusen übertraf. „Damit hätten wir niemals gerechnet“, sagte THB-Vereinschef Bernd Hasenbach, der genauso wie sein Nümbrechter Amtskollege Holger Manz darüber erfreut war, dass es keine besonderen Vorkommnisse gab. „Es ist alles harmonisch abgelaufen“, so Hasenbach.

Eigentlich war es ein „typisches 0:0-Spiel“, wie SSV-Coach Hans Jordan nach dem Schlusspfiff richtigerweise bemerkte. Auf spielerische Glanzlichter musste man über weite Strecken verzichten, die Partie war von Taktik und der Furcht, nicht den ersten entscheidenden Fehler zu machen, geprägt. Mehr als Halbchancen durch Michael Will (1.) und Dennis Lepperhoff (12.) gab es zunächst nicht zu verzeichnen, wirklich gefährlich wurde es erstmals in der 37. Minute, als Fitim Dauti Bastian Sellau freispielte und der Außenverteidiger alleine aufs SSV-Tor zusteuerte. Sein Schuss ging jedoch knapp am Pfosten vorbei.

Kurz vor dem Abpfiff herrschte im Nümbrechter Lager noch Anspannung vor.

Kurz vor dem Abpfiff herrschte im Nümbrechter Lager noch Anspannung vor.

In der Halbzeitpause gewann Hasenbach ein Jux-Elfmeterschießen gegen Manz sowie Bürgermeister Hilko Redenius, der sich ein besonderes Derbytrikot hatte anfertigen lassen, klar und deutlich, auf dem Platz konnte sich allerdings keines der beiden Teams Vorteile erspielen. Die fußballerischen Elemente traten nun noch stärker in den Hintergrund. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten die Szenerie, wobei man konstatieren muss, dass sich alle Spieler sehr fair verhielten und das Schiedsrichtergespann eine souveräne Leistung ablieferte.

Einmal gab es jedoch Aufregung: Michael Will drang in den Strafraum ein und wurde an der Schulter gehalten. Daraufhin ging der THB-Stürmer zu Boden, auf den Pfiff des Unparteiischen wartete er indes vergeblich (76.). „Der Schiri hat die Berührung gesehen und gesagt, dass es für einen Elfmeter zu wenig war“, war Will mit der Entscheidung alles andere als einverstanden. Kurz darauf besaß Kerem Kargin auf Halblinks ungewohnte Freiheiten. Benjamin Kurth konnte seinen Schuss parieren, im Nachsetzen drückte Dauti das Spielgerät über die Linie (80.). Bröltal im Freudentaumel! Doch der Assistent hatte den Schützen im Abseits gesehen.

SSV-Abwehrchef Sebastian Ghofranifar bejubelt den Prestigeerfolg vor den enthusiastischen Fans.

SSV-Abwehrchef Sebastian Ghofranifar bejubelt den Prestigeerfolg vor den enthusiastischen Fans.

Danach fiel das Traumtor des Geburtstagskindes, auf das die Hausherren keine Antwort mehr fanden. In der letzten Minute der Nachspielzeit machte Rüttgers vom Punkt aus alles klar. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurden im Rahmen der „dritten Halbzeit“ die wichtigsten Derbyszenen in freundschaftlicher Atmosphäre analysiert. Obwohl viele morgen arbeiten müssen, wird die Feier der Sieger im heimischen Sportlerheim ausgelassen ausfallen. Matchwinner Rößler hat jedenfalls vorgesorgt: „Ich habe mir für Dienstag Urlaub genommen.“

Torschützen

0:1 Stefan Rößler (85.), 0:2 Christian Rüttgers (90.+3 Elfmeter nach Foul von Fahri Ceylan an Daniel Kelm).

TuS Homburg-Bröltal

Pascal Rüsche; Bastian Sellau, Robert Mikoschek, Dennis Heidenpeter, Eduard Kelm (56. Kerem Kargin), Fahri Ceylan, Adrian Mikoschek (66. Deniz Yedek), Festim Mimini, Dennis Kuczka, Michael Will, Fitim Dauti (82. Bogdan Spasic).

SSV Homburg-Nümbrecht

Benjamin Kurth; Julian Balthes, Sebastian Ghofranifar, Alexander Epstein, Christoph Roth, Robert Arnds, Max Lomnitz (71. Christian Rüttgers), Sebastian Schwarz (71. Marvin Jungjohann), Dennis Lepperhoff, Daniel Kelm, Stefan Rößler (89. Simon Bubenzer).

Stimmen zum Spiel

Der Nümbrechter Bürgermeister Hilko Redenius mit "Derbytrikot" beim Elfmeterschießen.

Der Nümbrechter Bürgermeister Hilko Redenius mit „Derbytrikot“ beim Elfmeterschießen.

Thorsten Nehrbauer (Trainer TuS Homburg-Bröltal): Eine Derbyniederlage ist immer bitter, aber letztendlich ging es auch nur um drei Punke. Wir müssen gucken, was wir falsch gemacht haben. Zurzeit schaffen wir es in Heimspielen nicht, unser Spiel durchzudrücken. In der Defensive haben wir einen ordentlichen Job gemacht, aber leider einmal gepennt. Dazu kamen zwei, drei unglückliche Situationen von Seiten des Schiedsrichters, die ich anders entschieden hätte. Letztlich muss ich sagen, dass Nümbrecht den Sieg mehr gewollt und deshalb verdient gewonnen hat.       

Hans Jordan (Trainer SSV Homburg-Nümbrecht): Es war klar, dass dieses Derby von der Taktik geprägt sein wird. Deshalb war ein fußballerischer Leckerbissen nicht zu erwarten. Wir haben gut gestanden, wenig zugelassen und unsere wenigen Chancen genutzt. Vor der großen Kulisse hat es riesig Spaß gemacht, zum Glück ist alles friedlich geblieben. Jetzt feiern wir im Sportlerheim mit den Fans weiter. Die Mannschaft hatte sie schon heute Morgen als Vorab-Dankeschön zum Frühstück eingeladen.

Zum originalen Bericht von Oberberg-Aktuell

Und hier noch ein paar Impressionen vom Kreisliga A-Duell der beiden zweiten Mannschaften, am gleichen Tag

Bericht von Björn Loos

TuS Homburg-Bröltal II – SSV Homburg-Nümbrecht II 3:2 (1:1).

Unmittelbar vor dem lang erwarteten Bezirksliga-Kracher duellierten sich die Zweitvertretungen beider Teams auf dem Grötzenberg und zeigten den bereits zahlreich erschienen Zuschauern ein munteres Kreisliga-Spiel mit einer besonders ereignisreichen Schlussphase. „Wir sind mit den drei Punkten sehr zufrieden. Es war nicht hochverdient, aber wir hatten das nötige Quäntchen Glück“, sagte Trainer Thorsten Braatz über den knappen Erfolg seiner Truppe. Sein Gegenüber Stephan Schwarz sah es genauso: „Eine unnötige Niederlage. Ein Unentschieden wäre mehr als verdient gewesen. Wir hatten die klareren Chancen.“

Bröltal spielte zu Beginn besser und ging durch Sascha Polidoro, der nach einem Abpraller zur Stelle war, in Führung. Kurz danach hatte Oskar Beier das 2:0 auf dem Fuß, sein Alleingang endete aber am Außennetz. Die Gäste waren jetzt wachgerüttelt und versuchten es durch Sebastian Stelp aus der Distanz – knapp drüber. THB-Keeper Torsten Jakobitz vereitelte anschließend per Fuß eine Riesenchance von Benjamin Zuther. Tolle Parade des Ex-Nümbrechters. Gegen Daniel Schmidt im Zusammenspiel mit Dennis Hellen war der Schlussmann dann aber machtlos und es ging mit einem gerechten Unentschieden in die Pause.

Der zweite Durchgang startete wieder besser für die Gastgeber: Nils Rohlender traf per Kopf nach einer Ecke zur erneuten Führung. Im Gegenzug dann wieder Benjamin Zuther mit der Möglichkeit gegen Jakobitz. Nach einer guten Stunde erarbeiteten sich die Gäste in einem sehr fairen Derby ein optisches Übergewicht. Als Oskar Beier im SSV-Strafraum fiel, blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm – ein Strafstoß wäre nicht ungerechtfertigt gewesen. In der Schlussphase wurde es turbulent. Sascha Polidoro verlängerte unglücklich ins eigene Tor, der Schock wirkte allerdings keine Minute, dann zirkelte Florian Schmidt einen Freistoß ins richtige Gehäuse – 3:2. Der Endstand, denn im direkten Gegenzug köpfte Sebastian Stelp freistehend vorbei.

Torschützen

1:0 Sascha Polidoro (16.)

1:1 Daniel Schmidt (41. Dennis Hellen)

2:1 Nils Rohlender (53.).

2:2 Sascha Polidoro (Eigentor. 86.)

3:2 Florian Schmidt (87.).

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