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Schwarze deutsche Serie bei Radklassiker hält an

Die bergischen Höhen in Lindlar und Wipperfürth waren Teil des Radklassikers "Rund um Köln".

Die bergischen Höhen in Lindlar und Wipperfürth waren Teil des Radklassikers „Rund um Köln“.

Oberberg – Andre Greipel musste beim 100. „Rund um Köln“ mit dem zweiten Platz hinter Sieger Dylan Groenwegen zufrieden sein – Zahlreiche Zuschauer verfolgten Rennen in Lindlar und Wipperfürth.

Der Niederländer Peter Lenderink setzte sich bei den Bergwertungen in Agathaberg und Frielingsdorf durch.

Der Niederländer Peter Lenderink setzte sich bei den Bergwertungen in Agathaberg und Frielingsdorf durch.

Es ist der traditionsreichste und älteste Radklassiker auf deutschem Boden und hat nichts von seiner Strahlkraft verloren. „Rund um Köln“, das hat heute noch nicht nur bei Radfans, sondern bei vielen sportlich interessierten Menschen einen guten Klang, steht für ehrlichen , harte Wettkämpfe, viel ehrenamtliches Engagement und Wetterkapriolen. Man fuhr schon bei Schneefall und sengender Hitze, Favoriten „starben“ schon auf den anspruchsvollen Strecken durchs Bergische, aber einer ist bereits seit 43 Jahren dabei. Artur Tabat.

Der Vorsitzende des Vereins Coelner Straßenradfahrer organisiert den Radklassiker seit 43 Jahren, unermüdlich, gegen alle Unbillen, mit viel Herzblut. In jedem Jahr ist es ein Kraftakt, genügend Sponsoren, Helfer, Unterstützer und Freiwillige zu finden, die mit ihrem Einsatz erst dafür sorgen, dass dieses Rennen überhaupt stattfinden kann.

Auch Organisatoren, Fahrer und Zuschauer bei "Rund um Köln" trauerten nach dem Tod der Radsport-Ikone Rudi Altig.

Auch Organisatoren, Fahrer und Zuschauer bei „Rund um Köln“ trauerten nach dem Tod der Radsport-Ikone Rudi Altig.

Und bei der 100. Auflage konnte Tabat wieder weit mehr als 4.000 Teilnehmer begrüßen. 200 Profis nahmen die rund 200 Kilometer lange Strecke in Angriff und starteten um 10:35 im Kölner Rheinauhafen. Die 4.000 Amateurradler starteten unterdessen auf der 69 oder 127 Kilometer langen Runde.

Es waren wieder einmal klingende Namen, die Tabat zum Start in der Domstadt bewogen hatte. Die Lokalmatadore und starken Sprinter Andre Greipel und Gerald Ciolek wollten sich zum Jubiläum natürlich liebend gerne in der Siegerliste verewigen. Getrübt wurde die Jubiläumsveranstaltung durch den Tod von Rudi Altig, der am Samstag mit 79 Jahren verstorben war. Die Radsport-Ikone und mehrfacher Weltmeister fungierte auch jahrelang als Rennleiter von „Rund um Köln.“

Erneut war das Oberbergische ein wichtiger Punkt in der Fahrtroute von „Rund um Köln“. Besonders die beiden Kommunen Lindlar und Wipperfürth und deren umtriebige Dorfgemeinschaften machten das sportliche Highlight zu einem Erlebnis. Musik, Informationen auf den Bühnen und weitere Unterhaltung hatte man sich für große und kleine Besucher einfallen lassen. Gegen 11:40 Uhr passierten die Profis in Linde-Reudenbach erstmals oberbergisches Gebiet, fuhren nach Hartegasse und Frielingsdorf, ehe man über Dohrgaul zur Hölle von Agathaberg vorstieß. Dort hatte man vor großer Kulisse den mit 27 Prozent steilsten Anstieg des Rennens zu meistern. In rasender Fahrt ging es nach und durch das Floßbachtal, ehe man zum zweiten Mal Hartegasse und Frielingsdorf durchquerte, um dort die Bergwertung „Am Dimberg“ zu bestehen. Zwischenzeitlich hatte es aufgehört zu regnen und die sechs Ausreißer, die sich schon früh abgesetzt hatten, nahmen die steile Rampe gemeinsam. Schnellster war hier Peter Lenderink, der auch schon in Agathaberg die Nase vorn gehabt hatte. Dann ging es durch Lindlar und ins Lennefetal, ehe man den Berg nach Hohkeppel hinaufkletterte. Am Nachmittag kehrten die Fahrer nach einer Schleife durchs Bergische hierhin nochmals zurück.

Erst spät reagierte das Feld und setzte den Ausreißen nach. Im Ziel gab es dann einen Massensprint.

Erst spät reagierte das Feld und setzte den Ausreißen nach. Im Ziel gab es dann einen Massensprint.

Die Region ist eng mit „Rund um Köln“ verbunden. Mehrmals startete das Rennen im Oberbergischen, etwa in Gummersbach, Hückeswagen und dem Firmensitz des heimischen Reifenspezialisten Schwalbe. Das Familienunternehmen aus Wehnrath ist langjähriger Unterstützer des Radklassikers, sodass Artur Tabat sagt: „Ich kenne keinen Sponsor, der so viel Mitgefühl und Engagement für diese Veranstaltung gezeigt hat.“ Das Rennen vor der Haustür sei für das gesamte Unternehmen eine Herzensangelegenheit, so Schwalbe-Geschäftsführer Frank Bohle.

Spannend wurde es dann in Köln, wo die Ausreißer eingeholt wurden. Geschlossen ging das große Feld auf einen zweimal zu durchfahrenden Rundkurs. Jetzt kam es darauf an, die Sprinter der jeweiligen Teams in eine günstige Ausgangssituation zu bringen. Zehn Jahre lang hatte es keinen deutschen Sieg mehr gegeben und auch bei der Jubiläumsausgabe riss diese Serie nicht. Der Niederländer Dylan Groenwegen vom Team NL Lotto Jumbo setzte sich am Ende durch und verwies Lokalmatador Andre Greipel aus Hürth auf den zweiten Platz, der knapp geschlagen wurde. Dritter wurde der Deutsche Nikias Arndt.

 Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Bernd Vorländer

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