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Neues Personal verspricht mehr Flexibilität

27-7-2014tuslindlar-vor1

Lindlar – Im zweiten Jahr nach dem Aufstieg verfügt der TuS Lindlar über einen verbreiterten Kader – Der Verein will eine weitere Zittersaison vermeiden – Trainer Raimund Kiuzauskas feilt noch an der Wunschformation.

Für den TuS Lindlar wurde die erste Landesliga-Spielzeit seit zwei Dekaden zur Zitterpartie: Am letzten Spieltag kam es gegen den 1. FC Spich zu einem Endspiel um den Klassenerhalt, nachdem der TuS zuvor vier Niederlagen in Serie einstecken musste und seine ordentliche Ausgangsposition verspielt hatte. Die Nerven machten den Schützlingen von Trainer Raimund Kiuzauskas keinen Strich durch die Rechnung: Martin Reif, Simon Voßkämper und Mike Nandzik trafen beim souveränen 3:0-Erfolg. „Die Schlussphase der letzten Saison war für uns sicherlich lehrreich“, blickt Kiuzauskas zurück. „Wichtig war, dass wir die Ruhe bewahrt und die junge Mannschaft nicht unter Druck gesetzt haben.“ Er erwartet ein „schwieriges zweites Jahr, weil uns jetzt niemand mehr unterschätzen wird.“ Um flexibler zu sein und besser auf Ausfälle reagieren zu können, haben die Lindlarer das Aufgebot qualitativ und quantitativ aufgestockt. Allerdings blieb man in personeller Hinsicht von Rückschlägen nicht verschont…

Kommen und Gehen

Drei Akteure kommen von Kiuzauskas’ früherem Klub Heiligenhauser SV. Schon früh stand fest, dass Timo Diehl als spielender Co-Trainer installiert wird und Altmeister Christoph Chylla ersetzt. Diehl soll, je nach Ausrichtung, in die Rolle des Abwehrorganisators schlüpfen oder den zentralen Defensivbereich im Mittelfeld beackern. Dort fühlt sich auch Daniel Jung zu Hause, während Sascha Zinken etwas offensiver spielt. Mit Patrick Althoff wurde der langjährige Regisseur des VfR Wipperfürth verpflichtet. Er laboriert jedoch an einer chronischen Schambeinentzündung und muss sich intensiv behandeln lassen.

„Er hat im Augenblick bei den geringsten Laufbewegungen große Schmerzen“, erläutert Kiuzauskas. Frühestens in vier Wochen kann Althoff wieder ins Training einsteigen. Für den Defensivverbund sind Wael Majouj und Hüseyin Faruk Tokay geholt worden. Torwart Marcel Besgen kehrte vom A-Ligisten FC Bensberg nach Lindlar zurück. Marc Bruch wechselte vom letztjährigen Ligakonkurrenten Siegburger SV zum TuS und kann fast auf allen Offensivpositionen eingesetzt werden. Dazu haben vier Talente aus der eigenen Bezirkliga-U19 den Sprung in den Kader geschafft.

Trainer Raimund Kiuzauskas: "Unterschätzen wird uns niemand mehr."

Trainer Raimund Kiuzauskas: „Unterschätzen wird uns niemand mehr.“

Ein Abgang schmerzt besonders: Robin Theisen schließt sich dem A-Ligisten Eintracht Hohkeppel an. „Robin war einer der besten Linksverteidiger in der Landesliga. Dass er jetzt in der Kreisliga A spielt, macht mich schon ein bisschen wehmütig.“ Kurzfristig ging Keeper Sascha Nußbaum, Garant für Aufstieg und Ligaverbleib, von Bord. „Es war seine Entscheidung, nicht mehr für uns spielen zu wollen“, erklärt Kiuzauskas das Kapitel für abgeschlossen. Alle anderen Spieler, die sich neuen Herausforderungen stellen, gehörten im vergangenen Jahr nicht zum Stamm oder verloren im Saisonverlauf ihren Platz in der Startelf.

Mannschaft, Spielsystem, Taktik

Kiuzauskas ist dafür bekannt, gerne in die taktische Trickkiste zu greifen. Nicht von ungefähr war der Liga-Neuling in der Lage, gegen viele Spitzenteams nicht einkalkulierte Punkte zu stibitzen. Einen Paradigmenwechsel sieht der Coach nicht vor. „Wir haben durch die Neuzugänge zwar größere Möglichkeiten in der Offensive, aber es wäre das falsche Signal, wenn ich plötzlich den Hurra-Stil propagieren würde. Ich stehe zu dem Statement, dass die Spiele in der Defensive gewonnen werden.“ An der Feinabstimmung muss noch gefeilt werden, wie nicht zuletzt die 1:4-Pleite im Test gegen Bezirksligist Nümbrecht unter Beweis stellte. Das in dieser Partie gescheiterte Experiment mit einer Dreierkette soll nicht zu den Akten gelegt werden und eine Alternative zum 4-1-4-1 bleiben.

„An der Rückwärtsbewegung im Mittelfeld und den Übergängen im Spiel nach vorne müssen wir intensiv arbeiten“, benennt der Übungsleiter die Trainingsschwerpunkte für die letzten Vorbereitungswochen vor dem Start. Mit Sascha Zinken, Dominic Spitali, Florian Harnisch und Patrick Althoff stehen für die vordere Reihe genügend Kreativkräfte zur Verfügung, welche die Stürmer mit Zuspielen füttern sollen. Anton Zeka besticht durch seine Unberechenbarkeit. Bedingt durch Verletzungen und Urlaub, hat sich in diesem Bereich noch keine feste Formation herauskristallisiert.

Überraschend spielten sich in der Aufstiegssaison einige Youngster in den Vordergrund. Luca Jansen, Maurice Müller, Jeffrey Ebert oder Moritz Stellberg avancierten zu festen Größen. Von ihnen erhofft Kiuzauskas sich den nächsten Schritt. „Die Jungs müssen erkennen, dass sie nach einem Jahr keine gestandenen Landesliga-Spieler sind, sondern sich weiterhin im Entwicklungsprozess befinden.“ Im Tor ist Nußbaum, der zuletzt zwei überragende Serien hinlegte, ein herber Verlust.  Man darf gespannt sein, ob Besgen und Deniz Kuzey die Lücke auf Anhieb füllen können.

Saisonziel, Einschätzungen zur Liga   

Kiuzauskas mit einem Teil der Neuzugänge.

Kiuzauskas mit einem Teil der Neuzugänge.

Die Verantwortlichen bleiben auf dem Teppich und erwarten keine Wunderdinge. „Das oberste Ziel ist, die Klasse zu halten. Wenn wir uns frühzeitig von unten absetzen können und am Ende um ein oder zwei Plätze besser liegen, wäre ich zufrieden. Dabei ist nicht auszuschließen, dass es Perioden geben wird, wo wir uns im Abstiegskampf befinden“, meint Kiuzauskas. Die Liga sei aufgrund der vielen Aufsteiger ähnlich schwierig einzuschätzen wie im Vorjahr. „Für uns geht darum, die sechs oder sieben Gegner zu bezwingen, die sich mit uns auf Augenhöhe befinden. Weiter nach oben brauchen wir nicht zu schauen. Dafür sind die Teams im Vorderfeld zu stark.“

Das Auftaktprogramm ist anspruchsvoll. Unter anderem trifft Lindlar auf Bonn-Endenich, Friesdorf und Bad Honnef, die Kiuzauskas neben dem SSV Merten zu den Topfavoriten zählt. „Wir dürfen nicht den Anschluss verlieren“, sagt er mit Blick auf die ersten Wochen. Einen Fingerzeig, wohin die Reise geht, könnte das Derby am ersten Spieltag liefern. Marialinden gegen Lindlar – ein Duell, das auf beiden Seiten für Vorfreude sorgt. „Ich bin überzeugt, dass wir dort eine Mannschaft auf den Platz schicken werden, die in der Lage ist, das Spiel zu gewinnen“, so Kiuzauskas.

Zugänge

Daniel Jung (Heiligenhauser SV), Timo Diehl (Heiligenhauser SV), Sascha Zinken (Heiligenhauser SV), Wael Majouj (SSV Bergneustadt), Hüseyin Faruk Tokay (SV Bergisch Gladbach 09 II), Marc Bruch (Siegburger SV), Marcel Besgen (FC Bensberg), Patrick Althoff (VfR Wipperfürth), Simon Hoffmann (eigene Junioren), David Förster (eigene Junioren), Severin Brochhaus (eigene Junioren), Lukas Dappen (eigene Junioren).

Abgänge

Christoph Chylla (Laufbahn beendet), Markus Klosa (Heiligenhauser SV), Robin Theisen (Eintracht Hohkeppel), Hakan Gürsoy (Eintracht Hohkeppel), Carsten Lenort (SSV Süng), Nils Ostermann (VfR Wipperfürth), Seyit Kocyigit (Ziel unbekannt), Sascha Nußbaum (Ziel unbekannt), Arlind Pacarada (hört auf).

Der Kader

Tor: Marcel Besgen, Deniz Kuzey

Abwehr: Timo Diehl, Justin Ebert, Luca Jansen, Wael Majouj, Tobias Mibis, Mike Nandzik, Moritz Stellberg, Hüseyin Faruk Tokay.

Mittelfeld: Patrick Althoff, Rico Brochhaus, Severin Brochhaus, Lukas Dappen, Jeffrey Ebert, David Förster, Florian Harnisch, Simon Hoffmann, Daniel Jung, Maurice Müller, Dominic Spitali, Martin Reif, Sascha Zinken.

Angrif: Simon Voßkämper, Anton Zeka, Marc Bruch.

Trainer: Raimund Kiuzauskas

Co-Trainer: Timo Diehl

Torwarttrainer: Peter Lünenbach

Teammanager: Carsten Bernemann

Sportlicher Leiter: Andreas Keßler

Physiotherapeut: Ralf Körner

Betreuer: Rainer Waldheim

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Björn Loos

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