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Mit beiden Füßen am Abgrund

Fassungslosigkeit nach der Niederlage im „Vier-Punkte-Spiel“.

Gummersbach – VfL Gummersbach verliert das Abstiegsduell gegen den Bergischen HC und bangt mehr denn je um den Klassenerhalt.

Es passiert, was auf keinen Fall passieren sollte. Die Bundesligahandballer des VfL Gummersbach verloren das Lokalderby gegen den bergischen Nachbarn Bergischer HC, rutschten mit 19:43 Punkten auf den 14. Tabellenplatz ab und müssen mehr denn je um die Erstklassigkeit bangen.

VfL Gummersbach – Bergischer HC 21:26 (9:14).

Während die Gäste jubelten, war der Katzenjammer auf Gummersbacher Seite riesengroß.

Nach der peinlichen Niederlage bei Absteiger Coburg am vergangenen Samstag hatte Frank Flatten die branchenübliche Abstiegsrhetorik bemüht: „Im Heimspiel gegen den Bergischen HC sind wir zum Siegen verdammt“, wählte der Geschäftsführer des VfL Gummersbach vor dem bergischen Überlebenskampf dramatische Worte: Allein – die markige Forderung blieb eine leere Absichtserklärung. Der VfL unterlag dem Nachbarn nach einer schwachen Vorstellung mit 21:26 (9:14) und steht nun mit beiden Füßen am sportlichen Abgrund zur 2. Liga.  Sead Hasanefendic gab sich nach der Partie überraschend zuversichtlich: „Wir dürfen die Köpfe jetzt nicht hängen lassen. Wir werden weiter intensiv arbeiten und haben noch drei Spiele.“

Trotz des erneuten herben Wirkungstreffers mühte sich der Gummersbacher Coach indes für die verbleibenden Spiele Optimismus zu verbreiten. Allerdings durfte sich der VfL-Coach in seiner Einschätzung bestätigt fühlen: „Die Psyche wird ein entscheidender Faktor werden“, hatte der Trainerfuchs vor dem Spiel gegen die Löwen aus Wuppertal orakelt und sollte Recht behalten. Dumm nur, dass es seine Jungs waren, die ihr löchriges Nervenkostüm nicht in den Griff bekamen. Und das von Beginn an – trotz frenetischer Unterstützung von den ausverkauften Rängen.

Die Fans unterstützten die Mannschaft frenetisch.

Schon in den ersten Minuten zeichnete sich ab, dass Blau-Weiß nicht in den Abstiegsgipfel finden würde: Fehlpässe, vergebene Großchancen sowie gravierende Abwehrfehler sorgten dafür, dass auch letzte Spurenelemente von Selbstvertrauen quasi von Minute zu Minute mehr verloren gingen.

Und da der Gegner die Partie angesichts einer starken Rückrunde voller Selbstsicherheit und mit großer Abgeklärtheit anging, konnte es kaum überraschen, dass die Gäste nach 12 Minuten mit 6:1 in Führung lagen. Erst jetzt kam der bedenklich zapplige VfL halbwegs auf Touren. Beim 6:7 (20.) war man fast auf Augenhöhe. Auch weil der eingewechselte Mathias Puhle einige starke Paraden im Gummersbacher Kasten anbot, und die Deckung plötzlich Zugriff auf die bis dahin demonstrativ entspannten Löwenangreifer bekam.

Eine Parade von Matthias Puhle.

Dann aber zückte Wuppertals Trainer Sebastian Hinze die Grüne Karte und justierte nach. Mit Erfolg: Das blau-weiße Feuer erlosch schneller als es entfacht worden war – bis zur Pause bauten die Gäste ihren Vorsprung jedenfalls cool wieder auf fünf Treffer (9:14) aus. Ähnlich frustrierend aus VfL-Sicht verliefen die Dinge nach dem Wechsel: Binnen sechs Minuten zogen die BHCler auf 10:17 davon und vergrößerten dieses Polster bis zur 53. Minute bis auf 17:25.

Als alles verloren war, konnten die zwar willigen, aber sichtlich überforderten Gummersbacher zwar noch Ergebniskosmetik betreiben, für etwas Zählbares kam man allerdings nicht mehr in Frage. Positiv für die Gummersbacher lediglich, dass auch alle Konkurrenten – bis auf den BHC – ihre Spiele am Samstag verloren.

Die VfL-Deckung erwies sich zeitweise als löchrig.

VfL Gummersbach: Carsten Lichtlein (1. bis 12. und 51. bis 60.), Matthias Puhle (12. bis 50.); Simon Ernst (2), Andreas Schröder (2), Evgeni Pevnov (2), Christoph Schindler (3), Kévynn Nyokas, Florian von Gruchalla, Florian Baumgärtner (3), Alexander Becker (4), Tobias Schroeter (3), Kevin Schmidt (2/2), Max Jaeger.

Bergischer HC: Björgvin Gustavsson, Christopher Rudeck; Moritz Preuss (2), Christian Hoße, Arnor Gunnarsson (7/5), Kristian Nippes (2), Jan Artmann (4), Tomas Babak (3), Fabian Gutbrod (6), Uros Vilovski (2), Gharelho Nourouzinezhad, Bogdan Criotiou.

Schiedsrichter: Markus und Andreas Pritschow (Stuttgart)

Siebenmeter: 3/2 – 6/5 (von Gruchalla scheitert an Gustavson – Gunnarsson scheitert an Lichtlein)

Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Nyokas, Pevnov, Becker – Preuss, Nippes, Gutbrod)

Zuschauer: 4.132

Tabelle und Ergebnisse

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Uli Klein
Hier geht´s zum originalen Artikel (externe Seite)

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