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„Manchmal ist Zuhören genug“

Rolf Faymonville wird im August die deutsche Olympiamannschaft nach Rio begleiten..

Rolf Faymonville wird im August die deutsche Olympiamannschaft nach Rio begleiten..

- Diakon Rolf Faymonville aus wurde von der Bischofskonferenz berufen und reist mit den deutschen Athleten im August nach Rio de Janeiro.

Mit den Olympischen Spielen verbinden die Meisten strahlende Gesichter, Weltrekorde und eine Menge Medaillen. Neben den sportlichen Erfolgen gibt es aber auch eine andere Seite der Spiele. Die meist jungen Sportler müssen auch mit dem Nichterreichen ihrer sportlichen Ziele, Überforderung oder hoher Erwartungshaltung des Umfeldes sowie extremem Druck der Medien klarkommen. Grundlegende persönliche Krisen können gerade in so intensiven Lebensabschnitten, wie es die Olympischen Spiele sind, auch den Wunsch nach einem persönlichen, seelsorglichen Gespräch wecken.  Aus diesem Grund schicken die katholische Deutsche Bischofkonferenz und die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) jeweils einen Seelsorger mit zu den deutschen Athleten ins Olympische Dorf.

Foto: E.Cormann -Der Diakon freut sich auf die neue Aufgabe und ist gespannt was ihn erwartet.

Foto: E.Cormann -Der Diakon freut sich auf die neue Aufgabe und ist gespannt was ihn erwartet.

Von der katholischen Kirche wurde der Engelskirchener Diakon Rolf Faymonville ernannt, dessen Berufung zunächst vom Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki befürwortet und von der Bischofskonferenz angenommen wurde. So fliegt der Diakon mit seinem erfahrenen evangelischen Kollegen Thomas Weber Anfang August nach Rio, um dort gemeinsam die Olympiamannschaft seelsorglich zu unterstützen. Wieviel Arbeit in persönlichen Gesprächen und Beratungen es geben wird, kann wohl niemand vorhersagen. „Ich bin aber für alle und alles offen!“ erläutert Faymonville und ergänzt: “Vom alltäglichen Smalltalk beim Essen bis zu tiefgreifenden Gesprächen in vertraulicher Atmosphäre ist alles möglich.“

Dabei müsse es nicht immer nur um belastende Themen gehen. Auch die Freude und das Glück beim Erreichen oder gar Übertreffen der persönlichen Ziele bewege die Olympioniken sehr. „Die Sportler haben mehrere Jahre auf dieses Highlight hin trainiert, danach möchte man seine Freude teilen. Manchmal kann es auch sein, dass man in ein „Loch“ fällt. Man fragt sich vielleicht, wie das Leben nach den Spielen weitergeht?“ Jeder Mensch stelle sich ab und zu solche existentiellen Fragen, auch die Athleten. Bei Bedarf bieten die Seelsorger ihre Unterstützung an. „Manchmal ist auch Zuhören genug“, weiß der Gymnasiallehrer, der im Rahmen seiner Tätigkeit in der schulischen Krisenintervention, der Notfallseelsorge und der Trauerbegleitung bereits einige schwierige Momente erlebt hat. „Ich möchte nicht nur die Sportler und ihre Leistung im Blick haben, sondern vielmehr den ganzen Menschen mit seinen Gefühlen und Fragen, seinen Hoffnungen und Ängsten!“

Foto: U. Muuss - Das Seelsorgerteam wird neben gemeinsamen Messen auch Gespräche für die Olympiamannschaft in vertraulicher Atmosphäre anbieten.

Foto: U. Muuss – Das Seelsorgerteam wird neben gemeinsamen Messen auch Gespräche für die Olympiamannschaft in vertraulicher Atmosphäre anbieten.

Faymonville hat bereits vor einigen Jahren in einem Drogenhilfe-Projekt in Brasilien mitgearbeitet und kennt einige Gegebenheiten vor Ort, außerdem spricht er etwas Portugiesisch. Gute Voraussetzungen, um den Sportlern in Südamerika zu helfen, wo es nur geht. Einige Athleten unterstützen auch die sozialen Projekte von „Rio bewegt. Uns.“ – einer Aktion verschiedener kirchlicher Träger, um Nachhaltigkeit in der Region zu fördern. Da werden gewiss auch gemeinsame Besuche vor Ort auf dem Terminkalender stehen.

Der dreifache Familienvater musste die neue Herausforderung zunächst mit Familie und Arbeitgeber absprechen und bekam beiderseits „grünes Licht“. Nun bereitet er sich auf die einzigartige Aufgabe vor. Diese Erfahrung sei für ihn selbst nicht nur beruflich interessant, sondern bringe ihn sicher auch persönlich, menschlich weiter. „Man geht selbst nie unverändert aus solchen Begegnungen heraus. Ich bin gespannt was mich erwartet“, zeigt sich der Olympiaseelsorger begeistert und fügt strahlend hinzu „Ich freue mich auf die Aufgabe.“

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
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