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Im Museum flogen die Funken

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

Sprühende Funken in der Dunkelheit vermittelten einen fast romantischen Eindruck des anstrengenden Handwerks.

– Die LVR- Museen luden zur traditionellen „Nacht der Schmiedefeuer“ ein und legten den Besucher die Arbeitsweise des uralten Handwerkes nahe – Heiße Feuer, rotglühende Stähle und kräftige Schläge beeindruckten.

Kräftig angeheizt wurden die Feuer im Freilichtmuseum Lindlar sowie im Engelskirchener Oelchenshammer, um den Besuchern einen Eindruck der Schmiedekunst zu vermitteln. Hierbei durften die Besucher selbst Hand anlegen und wurden unter fachmännischer Anleitung in die Geheimnisse des Handwerkes eingeweiht.

Gemeinsam formten Meister Jörg Pardella und sein sechsjähriger Lehrling Luis, mit gezielten Schlägen ein Messer.

Bewaffnet mit Schutzbekleidung und schweren Schlagwerkzeugen formten sie aus glühendem Stahl schwere Brechwerkzeuge und Messer sowie filigrane Kunstgegenstände. Das, was mit Menschenkraft nur schwer zu bearbeiten war, wurde am einzig noch funktionierenden wasserbetriebenen Schmiedehammer Oberbergs in Form gebracht. Laut krachte der Hammer unaufhörlich auf den heißen Stahl und die Schmiede positionierten das Werkstück präzise und flink, um ihre gewünschte Form zu erhalten. Hierbei erklärten die Museumsschmiede anschaulich die Bearbeitung des Metalls.

Der Hufschmied demonstrierte derweil die Vorgehensweise beim Anpassen von „Pferdeschuhen“ und in der alten Schmiede des Freilichtmuseums formte unter anderem Besucherin Karin Aldenhövel mit Hilfe des Meisters feinste Kunstgegenstände. Ein Schuttlebus ermöglichte die Fahrt zum Freudenthaler Sensenhammer, wo ebenfalls die Arbeit vergangener Zeiten wieder gelebt wurde. Klar wurde allen Zuschauern, dass das, was heute so beschaulich und fast romantisch erscheint, ein schweißtreibendes, körperlich anstrengendes Handwerk war, welches zum Teil unter schwersten Bedingungen ausgeführt wurde.

Der Besucherandrang sowie das Interesse an dieser alten ist jedoch ungebrochen und die drei Museen eröffneten einen beeindruckenden Blick hinter die Kulissen der „Metallformer“ und ihrer Arbeitsweise. In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg gewährte die Landschaftsökologin Julia König direkt hinter dem Oelchenshammer einen Einblick in die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse. Hier erklärte sie die interessanten Lebens- und Jagdgewohnheiten der Flugkünstler und machte mit einem „Fledermaus-Detektor“ die Ultraschallgeräusche der Tiere hörbar. Bei Einbruch der Dämmerung konnte man einige der lautlosen Flieger über der Wasseroberfläche des Stauteiches jagen sehen.

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