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Großer Besucherandrang beim mittelalterlichen Markt

Das Schauspiel der Gaukler auf dem Marktplatz fand großen Anklang.

Das Schauspiel der Gaukler auf dem Marktplatz fand großen Anklang.

Wipperfürth – Der Marktplatz in der Hansestadt avancierte zum mittelalterlichen Schauplatz für Schauspiel, Handel und Gaukelei – Tausende Besucher nutzten zudem den verkaufsoffenen Sonntag.

Bereits zum zehnten Mal bereicherte der mittelalterliche Markt die Hansestadt Wipperfürth und zahlreiche Händler, Hexen, Wegelagerer, Handwerker, Ritter und Gaukler belebten die Ortsmitte. Wer in die Welt vergangener Tage  eintauchte, konnte sich vom Flair der harten, aber auch feierlichen Zeit anstecken lassen und sich von dem Angebot der fliegenden Händler überzeugen.

Hoch zu Ross ritt Sankt Martin durch die Menschenmenge

Hoch zu Ross ritt Sankt Martin durch die Menschenmenge

Überall roch es nach Holzkohle, Flammkuchen, Grillwurst oder anderen Leckereien, die Lust auf eine kulinarische Zeitreise machten und nach einem Kirschbier fiel der Handel mit den Geschäftsleuten, Rittern und Edelmännern deutlich leichter. Geschichtenerzähler und Hexen sorgten derweil bei den Kleinen für spannend-gruselige Abwechslung. Auch ein Handbetriebenes Karussell fand zahlreiche Beachtung.

Für Liebe und Glück sollen auch geheimnisvolle Amulette und Talismane sorgen. Kleider und Geschmiede, filigraner Silberschmuck und edle Perlenketten wurden ebenso angeboten wie ledergebundene Folianten, Kerzenleuchter, Schatullen, Felle, Töpferwaren oder feine Leder- und Filzarbeiten. Anlässlich des Spektakels auf dem Marktplatz hatten Wipperfürths Geschäfte ihre Tore auch am Sonntag geöffnet, lockten mit attraktiven Angeboten. So mancher Besucher nutze die Gelegenheit zum Bummeln und Shoppen.

In Mitten der Menschenmenge zeigten die Gaukler ein Stück des heiligen Sankt Martin, der hoch zu Ross einem armen, vom umstehenden Volk verstoßenen, Bettler zur Hilfe eilte und ihm wegen der Kälte seinen purpurroten Mantel überließ. Große Augen machten, angesichts der anschaulichen  Geschichte, nicht nur die jungen Besucher des Marktes, die zusammen mit ihren Eltern, begleitet von mittelalterlichen Musikern, lauthals das allbekannte Lied des Sankt Martin sangen. Der König Höchstselbst schritt durch die Menge seiner Untertanen und verlieh dem Markt damit  einen würdigen Glanz.

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

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