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Erhitzte Gemüter und Güldens genialer Moment

Marvin Jungjohann (li.) erzielte das zwischenzeitliche 1:2.

Marvin Jungjohann (li.) erzielte das zwischenzeitliche 1:2.

Oberberg – Eintracht Hohkeppel gewinnt Pokalschlacht gegen Nümbrecht und steht im Finale des Kreispokals – Sieben Treffer und zwei Platzverweise .

Eintracht Hohkeppel – SSV Homburg-Nümbrecht 4:3 (3:3).

Leon Teschendorf (li.) im Zweikampf mit Julian Schwarz.

Leon Teschendorf (li.) im Zweikampf mit Julian Schwarz.

Partystimmung in Hohkeppel, Riesenärger aufseiten der Geschlagenen. Der A-Ligist setzte sich nach dramatischen 90 Minuten (und mehr) gegen den favorisierten Landesliga-Vertreter durch und feierte damit den Einzug ins Finale des diesjährigen Kreispokals. „Es ist wunderschön, dass wir es geschafft haben. Gratulation an die Mannschaft“, sagte Coach Peymann nach dem Abpfiff einer Partie, die einiges an Diskussionsstoff zu bieten hatte. Die Nümbrechter machten den Unparteiischen als Schuldigen für die Niederlage aus. „So etwas habe ich in meiner Fußballerlaufbahn noch nicht erlebt“, rang der sportliche Leiter Norbert Schwarz um Worte. „Der Schiedsrichter hat uns klar benachteiligt.“

Aber der Reihe nach: Die Gäste demonstrierten zu Beginn ihre Stärken bei ruhenden Bällen. Manuel Schwarz traf in Folge einer Ecke zum 0:1, kurz darauf wurde ein Schuss von Robert Arnds ins Toraus abgelenkt. Den anschließenden Eckstoß köpfte Michel Hock an die Latte (10.). Der Ausgleich fiel aus dem Nichts – und sorgte beim SSV für das erste Frusterlebnis. Nach Ansicht des Spielleiters wurde Jonas Stiefelhagen im Strafraum regelwidrig zu Boden gebracht. Leon Teschendorf scheiterte  mit dem Elfmeter an Dennis Kulisch, drückte aber den Abpraller über die Linie. „Zweifelhaft, wenn nicht sogar unberechtigt“, lautete Schwarz’ Kommentar zu dem Pfiff. Rabet sagte: „Den konnte man geben.“

Dennis Kulisch parierte den Elfer, im Nachsetzen traf Leon Teschendorf zum 1:1.

Dennis Kulisch parierte den Elfer, im Nachsetzen traf Leon Teschendorf zum 1:1.

Nachdem Philipp Wirsing vor dem einschussbereiten Hakan Gürsoy retten gerettet hatte (19.), brannte es Sekunden später an der Seitenlinie lichterloh. Der mit Gelb vorbelastete Julian Schwarz setzte im Mittelfeld zu einem risikoreichen Tackling an, der Schiri entschied auf Freistoß. Der Spieler beteuerte, dass er den Ball gespielt habe, und wäre wohl ungeschoren davongekommen. Allerdings versuchte er den Mann an der Pfeife von seiner Unschuld zu überzeugen. Dieser war mit dem Einwand von Schwarz offenbar überhaupt nicht einverstanden und zeigte dem Mittelfeldakteur die Gelb-Rote Karte, was wütende Proteste im SSV-Lager zur Folge hatte. Trainer Maik Alzer beschwerte sich lautstark beim Assistenten und wurde auf die Tribüne geschickt.

Hohkeppel schlug aus der numerischen Überlegenheit zunächst kein Kapital. Stiefelhagen versuchte es mit der flachen Variante, die Kugel zischte aber knapp am Pfosten vorbei (30.). Auf der Gegenseite verhinderte Sascha Nußbaum, dass eine Ecke von Christian Rüttgers im Kasten landete (35.). Manuel Schwarz platzierte einen Kopfball nicht richtig (36.).

Peyman Rabet freute sich für sein Team.

Peyman Rabet freute sich für sein Team.

Kurz vor dem Seitenwechsel wurde es vogelwild: Ein abgefälschter Schuss von Marvin Jungjohann schlug, leicht abgefälscht, im langen Eck ein. Nümbrecht konnte den Ball nach einem Freistoß nicht aus der Gefahrenzone befördern, Robin Theisen tunnelte Kulisch – 2:2. Manuel Schwarz war postwendend mit einem sehenswerten Schlenzer erfolgreich – zu diesem Zeitpunkt agierte der Landesligist in doppelter Unterzahl, weil der verletzte Jungjohann behandelt werden musste -, dann markierte Gürsoy den neuerlichen Ausgleich. „Das 3:3 war klar Abseits“, befand Schwarz.

Beendet war die turbulente erste Hälfte damit nicht: Manuel Schwarz testete das Aluminium, im direkten Gegenzug scheiterte Salih Tatar freistehend an Kulisch. Zu Beginn von Durchgang zwei verringerte sich die Schlagzahl merklich, Torraumszenen waren Mangelware. Bis zum großen Auftritt von Carsten Gülden: Mit einem genialen Hackentrick bediente er Gürsoy, der Kulisch keine Abwehrchance ließ. Den Nümbrechtern war das Bemühen, noch einmal zurückzuschlagen, nicht abzusprechen, doch ein Powerplay konnten sie nicht aufziehen, zumal sich Christian Rüttgers die nächste Ampelkarte einhandelte. Tatar verpasste den endgültigen Knockout (81.). In der Nachspielzeit verfehlte SSV-Kicker Philipp Wirsing das Ziel um einen Meter (90.+1).

Da dem einen oder anderen Gästefan die Sicherungen durchbrannten, dürfte auf SSV-Kosten demnächst eine neue Werbebande fällig sein.

Da dem einen oder anderen Gästefan die Sicherungen durchbrannten, dürfte auf SSV-Kosten demnächst eine neue Werbebande fällig sein.

Die Hohkeppeler treffen im Endspiel am 26. September in Olpe auf den TV Herkenrath, der  mit 7:5 nach Elfmeterschießen beim Mittelrheinliga-Konkurrenten Bergisch Gladbach gewann. „Die Jungs sollen das Finale einfach genießen“, so Rabet, der erklärte, Schiedsrichter- leistungen grundsätzlich nicht zu kommentieren. Für den SSV dürfte es nach diesem Abend ein schwacher Trost sein, dass man im Spiel um Platz drei noch die Möglichkeit auf den Einzug in den FVM-Pokal besitzt. Julian Schwarz, Christian Rüttgers und wahrscheinlich auch Marvin Jungjohann, der sich eine Knieverletzung zuzog, werden Trainer Maik Alzer in der wichtigen Liga-Begegnung gegen Deutz am kommenden Sonntag nicht zur Verfügung stehen.

Torschützen

0:1 Manuel Schwarz (8.), 1:1 Leon Teschendorf (15.), 1:2 Marvin Jungjohann (39. Dennis Kania), 2:2 Robin Theisen (42.), 2:3 Manuel Schwarz (43.), 3:3 Hakan Gürsoy (45. Jonas Stiefelhagen), 4:3 Hakan Gürsoy (66. Carsten Gülden)

Kapitän Kulisch teilt seinem Trainer mit, dass er vom Schiri auf die Tribüne verwiesen wurde.

Kapitän Kulisch teilt seinem Trainer mit, dass er vom Schiri auf die Tribüne verwiesen wurde.

Besondere Vorkommnisse

Leon Teschendorf scheitert mit Foulelfmeter an Dennis Kulisch (15. Nachschuss drin)

Gelb-Rot gegen den Nümbrechter Julian Schwarz (20.)

SSV-Trainer Maik Alzer wird aus dem Innenraum verwiesen (21.)

Gelb-Rot gegen den Nümbrechter Christian Rüttgers (74.)

Kreispokal (Halbfinale)

Eintracht Hohkeppel – SSV Homburg-Nümbrecht 4:3

SV Bergisch Gladbach 09 – TV Herkenrath 5:7 nach Elfmeterschießen

Spiel um Platz drei

SSV Homburg-Nümbrecht – SV Bergisch Gladbach 09 (voraussichtlich am 25. September in Olpe, Uhrzeit offen)

Finale

Eintracht Hohkeppel – TV Herkenrath (26. September in Olpe, Uhrzeit offen)

Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Björn Loos

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