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Einmalige Atmosphäre im Leppetal

Metallbaumeister Paul Siggi demonstrierte die Vorgehensweise beim schmieden des Eisens.

Metallbaumeister Paul Siggi demonstrierte die Vorgehensweise beim schmieden des Eisens.

– Der Oelchenshammer öffnete für die „Nacht der Schmiede“ wieder seine Tore und demonstrierte schweißtreibende Handwerkskunst der Vergangenheit – Ein Defekt an der Antriebswelle gefährdete die Vorführung.

Eigentlich sollte der Freitagabend im Leppetal duch das typische Klopfen der alten Schmiedehämmer gefüllt werden, aber beim Starten des Wasserrades im Oelchenshammer flog ein „Döpper“, der für die Übertragung der Bewegungsenergie der Welle auf den 110 Kilogramm schweren Hammer verantwortlich ist,  aus seiner Fassung und machte die Vorführung zunächst unmöglich.

Kurzerhand wurde der defekte Döpper durch einen neuen ersetzt.

Kurzerhand wurde der defekte Döpper durch einen neuen ersetzt.

So mussten die Schmiede erst für einen geeigneten Ersatz des Döppers sorgen und fertigten kurzerhand einen neuen aus Eichenholz. Der wurde mit gezielten, kräftigen Schlägen und Keilen in die Halterung der Welle fixiert und somit der letzte mit Wasserkraft betriebene Schmiedehammer im Rheinland wieder in Funktion gesetzt. „Früher war das normaler Alltag“, wusste Metallbaumeister Paul Siggi zu berichten, „wahrscheinlich waren die alten Kollegen aber besser geschult und noch besser vorbereitet.“ Diese Reparatur zeigte jedoch ebenso anschaulich die täglichen Schwierigkeiten der alten Handwerksmeister, die neben der Schmiedekunst auch selbstständig für die Instandhaltung ihrer Maschine sorgten, wie der funktionierende Hammer selbst. Den konnten die vielen interessierten Besucher nach der Reparatur in Aktion erleben und staunten über die Kraft und die hohe Frequenz, mit dem der Hammer auf das heiße Eisen einschlug.

Neben dem, zum LVR-Museum gehörenden, Oelchenshammer brannten auch im Freilichtmuseum Lindlar mit einer original eingerichteten Dorfschmiede und im „Sensenhammer“ des Freudenthalers Industriemuseum die Schmiedefeuer, an denen die Arbeitsgänge der vergangenen Zeit anschaulich demonstriert wurden. Zudem standen die Schmiedemeister für Fragen zu Verfügung und erklärten die Vorgehensweisen beim Bearbeiten der glühenden Werkstücke. So tönte es dann doch noch rhythmisch im Takt des, einst in der ganzen Region verbreiteten, Eisen- und Stahlgewerbes.

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell

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