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Der Nichtabstieg bleibt das Ziel

30-7-2015tusl-vor1

Lindlar – Der TuS Lindlar geht mit einer unveränderten Marschroute in seine dritte Landesliga-Saison – Trainer Timo Diehl spricht von einer „brutal schweren Liga“.

Das zweite Landesliga-Jahr des TuS Lindlar war von Licht und Schatten geprägt. Der Einstieg verlief verheißungsvoll, ein Platz im gesicherten Mittelfeld schien erreichbar. Doch nach dem 5:0-Derbytriumph beim FV Anfang November verfiel das Team in einen Art Winterschlaf und holte aus den anschließenden acht Partien einen mickrigen Zähler. Die Abstiegszone rückte in gefährliche Nähe. Die Wende gelang mit einem Erfolg beim FV Bonn-Endenich. Es war das letzte Spiel von Trainer Raimund Kiuzauskas, der im April aus beruflichen Gründen den Staffelstab an Assistenzcoach Timo Diehl weiterreichte und den zeitlich weniger aufwändigen Posten des sportlichen Leiters übernahm. Unter der Regie von Diehl ließ der TuS fünf Siege folgen und distanzierte den ersten Absteiger Rot-Weiß Merl um acht Zähler.

Kommen und Gehen

Die Transferaktivitäten zielten darauf ab, das Portfolio in allen Mannschaftsteilen zu verbreitern. Der prominenteste Neuzugang ist Tobias Zinken. Der Akteur hat Regionalliga-Erfahrung vorzuweisen und gilt als wesentliches Puzzlestück. „Tobi ist ein Spieler, der in der Offensive den Unterschied machen kann und soll“, hofft Diehl, dass der 22-Jährige auf Anhieb eine Führungsrolle einnimmt. Linksverteidiger Pascal Nguyen kommt ebenfalls vom SV Bergisch Gladbach 09, hatte jedoch zuletzt eine längere Pause eingelegt und benötigt deshalb noch Zeit, sich zu akklimatisieren.

Ali und Baris Tokgöz wechselten vom Bezirksliga-Absteiger BV 09 Drabenderhöhe zum TuS. „Sie sollen mit ihrer Aggressivität und Leidenschaft dazu beitragen, dass wir ein unangenehmer Gegner sind“, so Diehl. Aus der U19 stoßen mit Enrico Miebach, Leonard Klug und Marius Mukherjee drei Spieler hinzu. „Der Sprung von der A-Jugend-Bezirksliga zur Senioren-Landesliga ist groß. Wichtig ist, dass die Jungs in jedem Training etwas dazulernen“, wird das Trio laut Diehl behutsam herangeführt.

Kurz vor Ende der Abmeldefrist Ende Juni tat sich durch den überraschenden Abgang von Torwart Sascha Nußbaum eine Riesenbaustelle auf, die die Lindlarer mit der Verpflichtung von Gurur Özden und Martin Skowronek zu schließen wussten. Der langjährige Kapitän Martin Reif lässt seine Laufbahn in der Kreisliga B-Reserve ausklingen. Wael Majouj, Severin Brochhaus und Mike Nandzik gehörten während der Rückrunde nicht zum Stamm. Von Dominic Spitali hatte sich der Klub im März aus disziplinarischen Gründen getrennt.

Mannschaft, Spielsystem, Taktik

Timo Diehl geht in seine erste komplette Saison als Cheftrainer des TuS Lindlar.

Timo Diehl geht in seine erste komplette Saison als Cheftrainer des TuS Lindlar.

Sascha Nußbaum glänzte nach seiner Rückkehr in der Winterpause mit hervorragenden Leistungen und war ein Garant dafür, dass der TuS in der Liga blieb. Sportlich ist er schwer zu ersetzen. „Natürlich treten Gurur und Martin in große Fußstapfen, aber wir sind mit den beiden absolut konkurrenzfähig besetzt“, glaubt Diehl, den Verlust von Nußbaum kompensieren zu können. Das favorisierte Spielsystem ist das 4-2-3-1, wobei Diehl von seinen Schützlingen hohe Flexibilität und viele Positionswechsel fordert. „Was die Offensive angeht, wollen wir nicht mehr so leicht auszurechnen sein“, lautet die Vorgabe des Trainers.

Gleichzeitig gilt es weitere Defizite auszumerzen. In der Vorsaison ließ sich bisweilen beobachten, dass die junge Mannschaft – lediglich Skowronek und Patrick Althoff sind älter als 25 Jahre – nach Rückschlägen in ein Loch fällt und sich die Zahl der Fehler signifikant erhöht. Das Resultat: 63 Gegentreffer – nur die Absteiger hatten eine schlechtere Bilanz. „In solchen Situationen dürfen wir nicht in Hektik verfallen und die Arbeit gegen den Ball vernachlässigen“, verlangt Diehl höchste Disziplin. Denn: Hurra-Fußball steht nicht auf der Lindlarer Agenda. „Uns kommt eher entgegen, wenn der Gegner das Spiel macht und wir unsere Nadelstiche setzen. In der letzten Saison haben wir gegen die Mannschaften von oben besser ausgesehen als gegen die Teams, die sich mit uns auf Augenhöhe befanden“, erläutert der Coach.

Die Vorbereitung verlief bis hierhin nicht wunschgemäß. Einen gefestigten Eindruck macht der TuS noch nicht. Dies hängt auch damit zusammen, dass Diehl mehrere Ausfälle zu beklagen hat. Luca Jansen, Florian Harnisch, Simon Voßkämper, Faruk Tokay und Deniz Kuzey werden längerfristig nicht zur Verfügung stehen, sodass andere in die Bresche springen müssen. „Spieler wie Tobias Mibis, Moritz Stellberg oder Maurice Müller gehen in ihr drittes Landesliga-Jahr. Von ihnen erwarten wir, dass sie den nächsten Schritt machen und mehr Verantwortung übernehmen.“ Als Alternativen haben sich zuletzt Simon Hoffmann und Moussa Daffe aufgedrängt. Letzterer wurde in der Innenverteidigung getestet und hinterließ dabei einen guten Eindruck. Gute Nachrichten gibt es auch von Justin Ebert: Der zunächst befürchtete Innenbandriss im Knie hat sich nicht bestätigt. Das Band ist überdehnt, wahrscheinlich wird er früher in den Trainingsbetrieb zurückkehren.

Saisonziel, Einschätzungen zur Liga

„Wir haben in den beiden Vorjahren jeweils den ersten Nichtabstiegsplatz belegt. Es wäre also vermessen, von etwas anderem als dem Klassenerhalt zu sprechen“, erklärt Diehl, der davon ausgeht, dass 35 Punkte notwendig sind, um dem Abstieg zu entgehen. Konstanz sei das A und O. „Eine längere Niederlagenserie wird man sich nicht erlauben dürfen. Dann läuft man Gefahr, ganz schnell den Anschluss zu verlieren“, spricht er von einer „brutal schweren Liga, die sehr ausgeglichen ist. Die sechs neuen Mannschaften besitzen eine hohe Qualität.“ Dem FV Bad Honnef, dem SSV Merten sowie Frechen und Buschbell-Munzur räumt er die besten Aufstiegschancen ein.

Der Kader besteht mittlerweile zu einem Großteil aus Eigengewächsen. Der Entwicklungsprozess ist bei fast allen Kickern nicht abgeschlossen, weshalb keine Wunderdinge zu erwarten sind. Diehl: „Wir können keine Quantensprünge vollführen wie andere Vereine, und richten unseren Fokus auf junge Spieler, denen wir eine Perspektive in dieser Klasse aufzeigen möchten.“ Variantenreichtum im Spiel nach vorne, konzentrierte Defensivarbeit und mentale Stärke sind die Schlüsselfaktoren für den neuerlichen Ligaverbleib. Das anspruchsvolle Auftaktprogramm stellt den passenden Lackmustest dar. „Wir brauchen einen guten Start, damit wir nicht von Beginn an unter Druck geraten“, weiß Diehl.

Zugänge

Das Trainergespann mit den Neuzugängen.

Das Trainergespann mit den Neuzugängen.

Gurur Özden (TV Herkenrath), Martin Skowronek (SV Schwarz-Rot Neubrück), Pascal Nguyen (zuletzt SV Bergisch Gladbach 09), Tobias Zinken (SV Bergisch Gladbach 09), Ali Tokgöz (BV 09 Drabenderhöhe), Baris Tokgöz (BV 09 Drabenderhöhe), Leonard Klug (eigene Jugend), Enrico Miebach (eigene Jugend), Marius Mukherjee (eigene Jugend).

Abgänge

Martin Reif (eigene Reserve) Sascha Nußbaum (Eintracht Hohkeppel), Severin Brochhaus (Eintracht Hohkeppel), Wael Majouj (VfR Wipperfürth), Mike Nandzik (Ziel unbekannt).

Der Kader

Tor

Gurur Özden, Martin Skowronek, Deniz Kuzey

Abwehr

Justin Ebert, Moritz Stellberg, Luca Jansen, Faruk Tokay, Rico Brochhaus, Pascal Nguyen, Tobias Mibis, Leonard Klug, Lukas Dappen

Mittelfeld

Maurice Müller, Ali Tokgöz, Jeffrey Ebert, Florian Harnisch, Patrick Althoff, Tobias Zinken, Enrico Miebach, Marius Mukherjee, Baris Tokgöz, Moussa Daffe

Angriff

Simon Voßkämper, Anton Zeka, David Förster, Marc Bruch, Simon Hoffmann

Trainer

Timo Diehl (wie bisher)

Co-Trainer

Thorsten Linke

Sportlicher Leiter

Raimund Kiuzauskas

Torwarttrainer

Peter Lünenbach

Physiotherapeut

Ralf Körner

Betreuer

Rainer Waldheim, Andreas Kessler.

 Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Bericht Björn Loos

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