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Das „alte Schlitzohr“ verlässt die Bühne

9-1-2016Reinoldus-vor1

Die Sankt Schauspielgruppe überzeugte wieder einmal mit einem humoristischen Bühnenstück.

Lindlar– Die Sankt Reinoldus Steinhauergilde lud zum alljährlichen Reinoldusfest und zeigte ein Theaterstück der Extraklasse – Nach 50 Jahren trat Helmut Müller ein letztes Mal auf die Bühne.

Auf dem Bauernhof von Familie Meister möchte man mit der Zeit gehen und hat eine Pension eröffnet. Opa Peter will von den Fremden partout nichts wissen. Er will nach Paris, aber es fehlt ihm noch das notwendige Kleingeld. Als sich dann die ersten Feriengäste als unangenehme Wichtigtuer herausstellen, schlägt die Stunde von Opa Peter. Er führt sie alle an der Nase herum. Fürzusätzliche Aufregung sorgen noch die „Hausperle“ Fine und der neue italienische Kellner Giuseppe…

Freute sich enorm über die Reise nach Paris: „Theaterrentner“ Helmut Müller.

Freute sich enorm über die Reise nach Paris: „Theaterrentner“ Helmut Müller.

Mit dem turbulenten Bühnenstück bewies die Schauspielgruppe der Sankt Reinoldus Steinhauergilde ein weiteres Mal, dass sie mit Leib und Seele auf der Bühne steht. Gleich fünf Mal füllte das Ensemble das Pädagogische Zentrum in Lindlar und begeisterte die Zuschauer mit ihrer . Witzige Dialoge, schräge Kostüme und Darsteller, die ihre Rollen förmlich leben und nicht nur spielen, dazu eine aufwendig gestaltete Bühne, die eine perfekte Inszenierung abrundete – so kennt man Reinoldus! „Dass wir bereits eine Woche vor der Premiere restlos ausverkauft waren, hat es so auch noch nie gegeben“, strahlte der 1. Vorsitzende der Gilde, Stefan Blumberg. Seit Jahren ist die Gruppe um Regisseur Norbert Lenzhölzer weit über die Region hinaus für abwechslungsreiches und humoristisches bekannt. Allerdings gab es in diesem Jahr ein zusätzliches Highlight, was sicher auch zum Erfolg des Stückes beitrug.

Nach 50 Jahren Theaterbühne tritt das Urgestein der Gilde, Helmut Müller, mit seiner letzten Hauptrolle als Opa Peter Meister von den „Brettern, die die Welt bedeuten“ ab. „Hierfür haben wir eigens dieses Stück ausgesucht, welches perfekt zugeschnitten ist für Helmut“, berichtete Blumberg. In der Tat scheint es kaum eine bessere Rolle als würdigen Abschluss für Müller zu geben. Schlitzohrig und frech, immer einen flotten Spruch auf den Lippen, aber im Kern gut, so die Rolle. Blumberg fand zum Ende die passenden Worte: „Helmut ist wie ein Blattsalat, er trägt das Herz mitten im Kopf.“ Er bleibe aber der Theatergruppe erhalten und helfe, wo er kann, so der Jubilar und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Und wenn es mal eine kleine Rolle gibt, die keiner spielen will, wer weiß…“

Auf der Bühne ging es drunter und drüber. Hier Robin Kuhn, Florian Kahl und Frank Ulbert (von links)

Auf der Bühne ging es drunter und drüber. Hier Robin Kuhn, Florian Kahl und Frank Ulbert (von links)

Tränenreich wurde der Abschied am Ende der Aufführung, als Müller sich „seinem“ Publikum zuwandte und sich unter anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen für 50 Jahre Treue bedankte. Versüßt wurde ihm der Abschied mit einer Steintafel aus Grauwacke mit der Inschrift „Geburts-Wohnhaus des Lindlarer Volksschauspielers Helmut Müller“. Dazu kam, wie könnte es anders sein, eine echte Reise nach Paris, die er im Stück als Opa Meister so gerne antreten wollte und ihm seine Kollegen der Steinhauergilde gerne erfüllten. So heißt es dann im April in Frankreichs Hauptstadt „Schlitzohralarm, der Müller kommt!“

Besetzung

Franz Meister – Pensionswirt – Georg Höller
Paula Meister – seine Frau – Marion Pohl
Sarah Meister – Tochter der beiden – Laura Hödtke
Peter Meister  – Opa – Helmut Müller
Josefine Kachel – Haushaltshilfe – Monika Kuhn
Giacomo Mazzoni – Italienischer Kellner – Florian Kahl
Pastor Fromm – Dorfpfarrer – Alexander Besgen
Trude Schnatter – Pfarrhaushälterin – Sabine Bülow-Quabach
Heinz-Rüdiger Protzig – Autogroßhändler, Gast – Frank Ulbert
Katharina Protzig – seine Frau – Mechthild Neuenhaus
Björn-Oliver Protzig – Sohn – Robin Kuhn

Regisseur –Norbert Lenzhölzer
Autor – Josef Renz

Weitere Informationen auf der Internetseite www.reinoldus.eu.

Bericht und Fotos im Auftrag von Oberberg-Aktuell
Hier geht´s zum originalen Artikel (externe Seite)

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